Strom von der Turnhalle

Stellten die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Vierfachturnhalle vor (von links): Johannes Niggemeier (Stadtwerke), Franz Schrewe (Bürgermeister), Rainer Friederichs, (Stadtwerke), Reinhold Klaholz (Planer), Harald Balkenhol (Gebäudemanagement) und Reinhard Schulte (Stadtwerke). Foto: Jana Sudhoff

Sie produziert unter Höchstleistung 75 Kilowatt in der Stunde: die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach der Vierfachturnhalle in Brilon. Installiert wurden die 312 Module auf einer Dachfläche von 1800 Quadratmetern im Auftrag der Stadtwerke Brilon, die mit der Stadt als Eigentümerin der Halle einen Pachtvertrag abgeschlossen hat. 350.000 Euro haben die Stadtwerke für die Anlage in die Hand genommen.

Im Jahr versprechen sich die Energieexperten von der Anlage, die nach ihrer Planung nach zwölf Jahren rentabel sei — 62.000 Kilowattstunden Strom im Jahr. Zum Vergleich: Ein Vier-Personen-Haushalt verbraucht 3500 bis 4000 Kilowattstunden im Jahr. Den produzierten Strom speisen die Stadtwerke für 45 Cent pro Kilowattstunde bei der RWE ein. Sparen wollen die Stadtwerke vor allem an C02-Ausstoß: nämlich 40.000 Kilogramm im Jahr.

Die Turnhalle war aufgrund der guten baulichen Voraussetzungen ins Visier der Stadtwerke geraten: ein Flachdach ohne Lichtausschnitte und Sanierung der Dachfläche vor zwei Jahren. Entschieden hat man sich für eine innovative Photovoltaikanlage, dessen Module im Windkanal standhalten. Sie wiegen nur fünf Kilogramm pro Quadratmeter, wohingegen sie im Normalfall 25 Kilogramm gewogen hätten, erklärte Planer Reinhold Klaholz.

Zur Info verweist in Kürze im Eingangsbereich der Turnhalle eine Anzeigetafel auf die aktuelle Leistung, die bisherige erzeugte Gesamtenergie sowie die vermiedene Menge an Kohlenstoffdioxid (CO2).

"Die Anlage soll ganz bestimmt keine Eintagsfliege werden", kündigte Johannes Niggemeier (Vorstand der Stadtwerke Brilon) an. "Wir untersuchen derzeit auch andere städtische Gebäude." Ausschließen wolle man auch nicht, in Zukunft eine Anlage zu bauen, bei der sich die Bürger beteiligen können.

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