Nachfolger von Dietmar Brandenburg

Tobias Tilli ist neuer Vorsitzender des Stadtschützenverbandes Brilon

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Bei der Stadtschützenverbandsversammlung im Briloner Hubertussaal: Beisitzer Olaf Karte, Ralf Pieper vom ausrichtenden Heimatverein Altenbrilon, Geschäftsführer Matthias Neumann, Schriftführer Niklas Frigger, Stadtverbandsehrenvorsitzender Dietmar Brandenburg, Stadtverbandsvorsitzender Tobias Tilli, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender Jan Steffen Hentschel und Beisitzer Willi Mengeringhausen (v.l.).

Brilon - Der Stadtschützenverband Brilon hat einen neuen Vorsitzenden: Die Mitgliederversammlung wählte am Samstag Tobias Tilli zu ihrem neuen Chef.

Nach 18 Jahren im Vorstand des Stadtschützenverbands Brilon, davon zwölf Jahre als Vorsitzender, hat Dietmar Brandenburg sein Amt in jüngere Hände übergeben. Zu seinem Nachfolger wählten die 185 Delegierten der 19 angeschlossenen Vereine und Bruderschaften den bisherigen zweiten Vorsitzenden im Stadtvorstand, Tobias Tilli von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon.

Seinen damit vakant gewordener Posten nimmt der bisherige Beisitzer Jan-Steffen Hentschel vom Heimat- und Schützenverein Petersborn-Gudenhagen ein. Geschäftsführer Matthias Neumann von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Hoppecke und Beisitzer Willi Mengeringhausen (St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon) wurden in ihren Ämter bestätigt. Zum neuen Beisitzer bestimmte die Versammlung Olaf Karte von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Rixen. Alle Abstimmungsergebnisse waren dabei einstimmig. 

Auch der von mit viel Beifall und sofortiger Zustimmung einhergegangene Vorschlag von Herbert Jätzel, Vorsitzender der Briloner St.-Hubertus-Schützen, den scheidenden Stadtverbandsvorsitzenden Dietmar Brandenburg für seine überragende Arbeit und sein Engagement um das Schützenwesen zum Ehrenstadtverbandsvorsitzenden zu ernennen, wurde einstimmig beschlossen. Diesem fiel, sichtlich bewegt, der Abschied schwer und so fasste er kurzerhand seine eigentliche Abschiedsrede mit stockender Stimme zu einen: „Ich danke euch allen und vor allem meiner Frau für die Unterstützung meiner Arbeit während meiner Amtszeit. Ich sage einfach nur Danke“ zusammen. 

Einstimmig gewählt: Tobias Tilli (r.) ist neuer Vorsitzender des Stadtschützenverbandes Brilon, Jan-Steffen Hentschel ist sein Stellvertreter.

Dem Stadtvorstand wurde im Zuge der vorangegangenen Regularien seitens der Kassenprüfer Stefan Elges und Andreas Hillebrand vom versammlungsausrichtenden Heimatverein Altenbrilon eine gute Arbeit bestätigt und von der Versammlung die Entlastung des Vorstands erteilt. Als neue Kassenprüfer wurden von der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Thülen Heiner Luckey und Josef Becker bestimmt. 

Ereignisse werfen ihre Schatten voraus

Die Mitgliederversammlung 2020 wird in Thülen stattfinden. 

Für den im kommenden Jahr turnusmäßig stattfindenden Stadtvorstandsball hatte sich bis zur Versammlung kein Verein zur Ausrichtung bereitgefunden. Hier bat der neue Vorsitzende Tobias Tilli, in den Vorständen das Thema noch einmal zu erörtern und bei dem geplanten jährlichen Treffen aller Vorsitzenden der Vereine und Bruderschaften eine Lösung zu finden. 

Weitere Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So stimmte die Versammlung mit sieben Stimmen für die St.-Josef-Schützenbruderschaft Altenbüren zu zwölf Stimmen für die St.-Anna Schützenbruderschaft Wülfte dafür, das Stadtschützenfest 2021 im Sonnendorf Wülfte stattfinden zu lassen. Das Kleinkaliberschießen 2020 als Wettbewerb auf Stadtverbandsebene wird die St.-Hubertus-Schützenbruderschaft Brilon auf ihrem Schießstand ausrichten. 

Franz-Josef Rickert vom Kreisschützenbund Brilon gab bekannt, dass im abgeschlossenen Schützenjahr seitens des Kreisschützenbundes Brilon 34 Mal der Orden für Verdienste, 20 Mal für besondere Verdienste, sieben Mal für hervorragende Verdienste, einmal der Wappenteller des SSB und als besondere Auszeichnung das Silberne Verdienstkreuz der Europäischen Gemeinschaft Historischer Schützen für den Ersten Vorsitzenden und Major Herbert Jätzel von den St.-Hubertus-Schützen in Brilon verliehen wurden. 

Diskussion um die Gemeinnützigkeit

Bei all dem Lob für die Einsatzbereitschaft der Schützen für das Gemeinwohl kam in Bezug auf die aktuelle Diskussion um die Gemeinnützigkeit von Vereinen, die nur Männer oder Frauen laut ihrer seit Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten bestehenden Statuten zulassen, immer wieder die Emotionen über die Überheblichkeit von Politikern und Verwaltungsspitzen zu Unmutsäußerungen. 

Der ehemalige Stadtverbandsvorsitzende Hans-Werner Beule brachte dazu deutliche Worte in der Versammlung aufs Tapet: „Lasst uns das nicht einfach so gefallen. Lasst uns mit Bussen nach Düsseldorf fahren. Dieses Thema gehört in die Kreisversammlung am 7. März in Scharfenberg.“ Wie ernst dieses Thema ist, bekundeten die Delegierten mit lauten Rufen und Applaus, als Hans-Werner Beule mit den Aufruf nachsetzte: „Lasst uns nicht gemütlich sein. Wir wollen das so nicht akzeptieren. Lasst uns streiten wie in anderen Ländern auch.“

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