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Unmut bei Radfahrern

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Nur noch bei einer Brücke fehlt der Betonauftrag, weil hier eine andere Technik zum Einsatz kam, dann kann auch diese Umleitung wieder aufgehoben werden.
Nur noch bei einer Brücke fehlt der Betonauftrag, weil hier eine andere Technik zum Einsatz kam, dann kann auch diese Umleitung wieder aufgehoben werden.

Für Radfahrer, Inlinerfahrer oder Fußgänger, die gerne den Möhnetal-Radweg entlang der B480/516 zwischen Brilon und Rüthen nutzen, war dies in diesen Sommer kein Genuss. Wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten an vier Brücken musste der Radweg an diesen Stellen gesperrt und die Freizeitsportler immer wieder auf mehr oder weniger langen Stücken auf die stark befahrene Bundesstraße umgeleitet werden.

Vor allem für Familien, die mit kleinen Kindern unterwegs waren, eine gefährliche Angelegenheit. Dass sich die Bauarbeiten, die Anfang Juni begonnen worden waren und eigentlich in sechs Wochen abgeschlossen sein sollten, über die ganzen Sommerferien hinzogen, stieß bei den Touristen und Anliegern auf wenig Verständnis. Zumal die Arbeiten zwischendurch immer wieder ruhten. ?Man fährt hier jeden Tag und sieht nie einen arbeiten?, ereiferte sich August Funke aus Scharfenberg.

Straßen-NRW erklärte, dass die Verzögerungen bei der Fertigstellung zum Teil mit dem Wetter zusammenhingen. Der feucht-kalte Sommerauftakt habe verhindert, dass die Korrosionsschutzarbeiten an der Stahlträgerkonstruktion abgeschlossen werden konnten. ?Bei gewissen Temperaturen und Regen kann man einfach nicht streichen?, erläuterte Meinolf Schulte von der Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift in Meschede.

Offizieller Termin noch nicht genannt

Außerdem hätten sich die Arbeiten als umfangreicher und aufwändiger herausgestellt als vorher angenommen. ?Das konnten wir aber erst erkennen, als der hölzerne Belag entfernt war?, so Schulte. Behandelt wurden daraufhin nur die funktionstragenden Teile der Stahlkonstruktion. Mit Ferienbeginn kam eine dünne Personaldecke bei den beauftragten Unternehmen hinzu.

Auf Kritik stieß auch die Umleitung des Radverkehrs auf die Straße, die zudem nicht ausreichend ausgeschildert worden sei, so wie der Umgang mit Geschwindigkeitsbeschränkungen. Diese habe es zwar an den entsprechenden Stellen gegeben, waren aber teilweise wieder aufgehoben beziehungsweise modifiziert worden, weil es Einwände von Autofahrern gab. ?Wir sind da in der nicht ganz einfachen Situation, Kompromisse schließen zu müssen?, so Schulte. Zur Umleitung des Radverkehrs auf die Bundesstraße habe es schlicht keine Alternative gegeben. Man habe über die Einrichtung von separaten Fahrspuren für Radler nachgedacht, dieses hätte sich aber als nicht umsetzbar erwiesen?, führte Schulte aus.

Inzwischen sind drei der Brücken bis auf kleinere Arbeiten fertiggestellt und für den Radverkehr wieder freigegeben. Bei der vierten Brücke musste bautechnisch ein anderes Verfahren angewendet werden. Nach Montage der Fertigteile werden als nächstes der Aufbeton gegossen und die Übergänge nivelliert. Einen offiziellen Termin für den Abschluss der Baumaßnahme wollte Straßen-NRW aber sicherheitshalber nicht mehr nennen.

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