„Voneinander lernen“

Unternehmer informieren sich in Brilon zum Thema „Qualifizierung 4.0“

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Brilon – Um den Veränderungsprozess, den die Digitalisierung mitbringt, sowie die Anforderungen der nötigen Qualifizierungen und die daraus resultierenden Vorteile, ging es am Dienstag mit 40 Unternehmern im Bürgerzentrum. Unter Kooperation mit der GIB (Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung) veranstalteten die Brilon Wirtschaft und Tourismus (BWT) und die Regionalagentur HellwegHochsauerland einen Informationsabend, um in das Thema „Voneinander lernen“ einzuführen.

Vorgestellt wurden das Projekt „Mentoring 4.0“ sowie Fördermöglichkeiten und Programme der NRW.Bank und der Regionalagentur. 

„Mentoring 4.0“ wurde vom „management institut bochum“ mit finanzieller Unterstützung des Landes NRW und des Europäischen Solzialfonds entwickelt und bietet Lösungen, wie der schlummernde Wissensschatz der Mitarbeiter in Unternehmen genutzt werden kann. Zum Beispiel kennen und nutzen junge Mitarbeiter bereits viele digitale Hilfsmittel und können den im Fachgebiet erfahrenen Kollegen weiterhelfen. Die Firma Intilion ist zum Beispiel ein Betrieb, in dem Mitarbeiter über ein internes Netzwerk transparent arbeiten. Das Unternehmen ist an seinen Standorten in Paderborn und Zwickau tätig und gehört zur Hoppecke-Unternehmensgruppe mit rund 2000 Mitarbeitern. „Prozesse können im Team nur gut laufen, wenn jeder weiß, was der andere tut. Aus Fehler, die gemacht wurden, kann man lernen und die Wiederholung vermeiden“, stellte Prokurist Boris Langerbein die innovative Arbeitsweise vor. 

Digitalisierung nicht als Schreckgespenst sehen

Die Botschaft der Geschäftsführerin des Unternehmens „Voss – Die Blechprofis“, Petra Kleine, war, die Digitalisierung nicht als Schreckgespenst zu sehen: „Wir profitieren von schnelleren Kommunikationswegen. Einige Arbeitsprozesse laufen vollautomatisch, bei kleinen Serien lohnt der Programmieraufwand nicht und sie werden von Hand erledigt.“ Das Augenmerk muss bei einer sinnvollen Produktion liegen. Mit einem Augenzwinkern in Richtung Wirtschaftsförderer Oliver Dülme beanstandete die Unternehmerin noch den hinkenden Breitbandausbau am Standort Madfeld. 

Bürgermeister Dr. Christof Bartsch lobte die Organisatoren, dass diese auch an die Unternehmen in den Dörfern denken. Für interessierte Unternehmer steht Andreas Bending, Berater der GIB, für Fragen zum Thema zur Verfügung. „Digitalisierung ist ein dynamischer, schneller und auch komplexer Prozess, in dem alle Beteiligten Lernende sind. Die Erfahrung zeigt, dass alle Beschäftigten von Anfang an mitgenommen, aber auch die neue Technik auf ihren Nutzen hin beurteilt werden muss“, so Bending. Mit Dank an die GIB und die Regionalagentur wünschte Oliver Dülme allen Teilnehmern gute Erkenntnisse durch das gemeinsame Miteinander.

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