Ausstellung setzt Pflanzen in den Kunstkontext

Vegetation als Medium

Der Künstler Guntram Funk greift wie seine Kollegen Pflanzen als Motiv und Material in seinen Werken auf, die bis zum 8. Dezember im Museum Haus Hövener ausgestellt sind.

Unter dem Titel „roundup”, Pflanzenwelten und Züchtungsfantasien zeigt der Kunstverein Östliches Sauerland bis zum 8. Dezember eine Ausstellung der Künstler Guntram Funk, Joachim Kettel und Mario Urlaß im Museum Haus Hövener in Brilon.

Vegetation, die uns sonst im Blumentopf, im Garten, Park, in der Landwirtschaft oder der Landschaft begegnet, wird im Kunstkontext zu einem Medium, durch das vielfältige Aussagen über das Verhältnis von Mensch und Natur ansichtig werden. Die Ausstellung soll künstlerische Zugriffsweisen eröffnen, in denen „Pflanzen“ als Motiv und Material begriffen werden, als lebendige, sich entwickelnde, prozessuale Form. Dabei werden unterschiedliche Aspekte der Thematik ausgelotet. Die künstlerischen Ausdrucksformen pendeln zwischen Rezeption und Erfindung von Natur. Es wird ein Spektrum eröffnet, das einen vielgestaltigen Umgang mit Pflanzlichem in der Kunst vorführt und Fragen nach Authentizität und Simulation von Natur behandelt. Hinzu kommt, dass die Künstler unterschiedliche mediale Ausdrucksformen (Malerei, Skulptur, Objekt, Installation) nutzen, um Pflanzliches zum Beispiel mimetisch, symbolisch, fantastisch, künstlich zu behandeln.

Die Doppelbedeutung von „roundup“ fasst das Konzept der Ausstellung zusammen: Enzyklopädisch werden künstlerisch präparierte Pflanzenwelten ausgebreitet und gleichzeitig sollen Prozesse radikalen Eingreifens mittels formaler wie auch technischer Mittel deutlich werden.

Die Künstler sind Dozenten der Kunstpädagogik an verschiedenen deutschen Hochschulen. Ihre Arbeiten wurden bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt.

Zu sehen sind die Werke bis zum 8. Dezember von Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. Weitere Info unter www.kunstverein-oestliches-sauerland.de.

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