1. SauerlandKurier
  2. HSK
  3. Brilon

„Alles richtig gemacht“: Veranstalter und Besucher sind zufrieden mit der „kleinen Michaeliskirmes“

Erstellt:

Von: Manfred Eigner

Kommentare

Michaeliskirmes Brilon Karussell Kinderkarussell
Eine Runde auf dem Karussell drehen: Für Leonard Cam war das Feuerwehrauto der Favorit. © Manfred Eigner

Natürlich ist das nicht die Briloner Michaeliskirmes gewesen, die traditionell einen der Höhepunkte im Briloner Jahreskalender darstellt. Doch spätestens die strahlenden Kinderaugen an den bunten Ständen und den Kinderkarussells auf „Brilons Guter Stube“, dem Marktplatz, rund um den Petrusbrunnen bewiesen, dass es richtig war, im Rahmen der Möglichkeiten wenigstens eine kleine Kirmes stattfinden zulassen.

Brilon – Kinderstimmen und Kinderlachen, Erwachsene, die sich nach der langen Zeit der Einschränkungen endlich wieder einmal an dem bunten Treiben erfreuen konnten und einen unterhaltsame Rahmen fanden – all das hat den Marktplatz und auch die Einkaufsmeile am vergangenen Wochenende wieder mit richtig Leben gefüllt.

Das Konzept, keine Imbissstände zu etablieren, sondern die Gäste zu einem Besuch der örtlichen Gastronomie zu inspirieren, ist aufgegangen. Sicherlich auch, weil das Wetter mitgespielt hat und die begehrten Außengastronomieplätze gut besucht waren.

Dass dieses Wochenende auch auswärtige Besucher angezogen hat, konnte man besonders im Briloner Heimatmuseum Haus Hövener feststellen. „Wir haben sehr gute Besucherzahlen und dabei hat sich herausgestellt, dass viele Besucher aus den Nachbargemeinden den Weg in unser Haus gefunden haben“, hebt Museumsmitarbeiterin Appolonia Held-Wiese hervor.

Dass es Sinn ergeben hat, dieses Wochenende so zu gestalten, unterstrichen auch Clemens Mund von der Stadt Brilon und Thomas Mester von der Brilon Wirtschaft und Touristik (BWT), als sie sich am richtig gut besuchten Sonntag selbst ein Bild von der Veranstaltung gemacht hatten. Thomas Mester brachte es dabei kurz und trefflich auf den Punkt: „Klein, aber fein und wie man sieht, alles richtig gemacht.“

Um die Karussells und Buden war es manchmal schon sehr voll und freie Plätze eher die Ausnahme. Das bestätigt auch Katharina Cam, die mit ihren beiden kleinen Söhnen und ihrer Freundin Ann-Kathrin Dietz auf der Kirmes unterwegs war. Allerdings mit einem kleinen Manko. „Für mich ist es erschreckend, dass manche Mütter drängelnd versuchen einen Platz für ihr Kind im Karussell zu ergattern“, so die junge Mutter. „Es ist doch Platz für alle und man sollte auch dabei ein bisschen die Abstandsregeln beachten.“ Von all dem bekam „Sohnemann“ Leonard allerdings nichts mit. Auf seiner ersten Kirmes war das Feuerwehrauto der Favorit: egal, ob am Lenker oder der Drehleiter. Für ihn war es – wie sicher für ganz viele Kirmesbesucher – ein unvergesslicher Tag.

Auch interessant

Kommentare