Eine Auszeit für die Seele

Verein „Engel mit Herz“ möchte Lebensmut schenken

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Bürgermeister Dr. Christof Bartsch (Mitte) gehörte zu den Zuhörern, die an der Vorstellung der „Engel mit Herz“ teilnahmen. Christoph Hambrügge (links, Erster Vorsitzender) und Michael Rummel (rechts, Schriftführer) stellten ihre umgesetzten und geplanten Projekte im Kolpinghaus in Brilon vor.

Brilon. „Informieren, helfen und Freude schenken“ ist das Motto des vor einem halben Jahr gegründeten Vereins „Engel mit Herz“, der sich mit dem Thema Krebserkrankung und durch Frühverrentung bedingte Armut bei Betroffenen befasst. Zur Vorstellung des als gemeinnützig anerkannten Vereins und der geplanten Projekte lud der Vorstand am vergangenen Mittwoch in das Kolpinghaus in Brilon ein.

Der Erste Vorsitzende Christoph Hambrügge kam bei einer beruflich durchgeführten Machbarkeitsstudie „Kann man mit einer Patientenveranstaltung eine Halle füllen?“ vor 15 Jahren auf das Thema Krebs und erkannte im Laufe der Jahre die Notwendigkeit zwischen Betroffenen, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit eine Verbindung „mit Herz“ herzustellen: „Die Diagnose kann jeden treffen und daher geht Krebs uns alle an. Die Frühverrentung der Patienten führt nicht selten zur Armut und stellt die Partnerschaft auf die Probe.“

Besonders liegen den Engeln jedoch Kinder und Familien mit Kindern am Herz. In einer „Auszeit für die Seele“ versucht der Verein unerreichbare Wünsche zu erfüllen.

Euphorisch berichtete Hambrügge: „Wenn man in Kinderaugen schaut, nachdem wir für sie einen Rundflug in einem Sportflugzeug organisiert haben, gibt uns das mehr zurück, als wir vorher an Kraft investiert haben.“

Das „Freude schenken“ ist individuell auf die Menschen abgestimmt und kann von einem musikalischen Ständchen bis hin zu einem Urlaub in Ostfriesland reichen.

Informationstag im Hochsauerlandkreis

Auch ein Projekt ist bereits in Planung: Bei dem ersten Krebsinformationstag im Hochsauerlandkreis im Pfarrzentrum in Brilon am Samstag, 7. Mai, erfährt der Verein unter anderem Unterstützung vom Krankenhaus Maria-Hilf. Reimund Siebers, Leiter der Unternehmensprojekte im Briloner Krankenhaus, erklärte: „Es ist sinnvoll die Informationen hier zu bündeln und mir gefällt die Art, wie der Verein ,Engel mit Herz’ diese an Betroffene und Angehörige rüberbringt.“ Im Vordergrund steht im Mai die Begegnung von Mensch zu Mensch mit Berichten von Erkrankten und Gesprächsmöglichkeiten mit Experten. Die Schirmherrschaft des Informationstages hat MdB Prof. Dr. Patrick Sensburg übernommen. 

Hambrügge ist der Auffassung: „Ehrenamt muss Spaß machen“ und ist mit der Einstellung bisher mit seinem Verein auf viele Unterstützer gestoßen. Einer von ihnen ist der 50-jährige Oliver Trelenberg, der nach eigener schwerer Erkrankung seinen Lebensmut aus dem Radeln schöpft und als Botschafter durch Deutschland fährt, um Spenden für das Projekt zu sammeln. Unter dem Motto „Oli radelt“ sind in diesem Jahr mehrere Tagestouren im Ruhrgebiet und eine 3.000-Kilometer-Radtour von Basel nach Dresden geplant.

Nach der Präsentation brachte Hambrügge eine Diskussion unter den rund 25 Teilnehmern in Gang und warb um Mitgliedschaft des erst zwölf Mitglieder starken Vereins.

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