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Naturschützer entsetzt: „Schützenswertes Biotop stark geschädigt“ - Autospuren entdeckt

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Verein Naturschutzgebiet Gudenhagen-Petersborn Biotop Autospuren
Der Verein Naturschutzgebiet Gudenhagen-Petersborn hat am Sonntag Autospuren am „Kahlen Hohl“ entdeckt, die das Biotop stark geschädigt haben. © Verein Naturschutzgebiet Gudenhagen-Petersborn

„Das schützenswerte Biotop östlich am ,Kahlen Hohl’, das unter prioritärem Lebensschutz nach FFH-Richtlinie steht, wurde am vergangenen Sonntag durch zahlreiche aggressive Autospuren bis auf die Grasnarbe stark geschädigt“, teilt der Verein Naturschutzgebiet Gudenhagen-Petersborn mit.

Gudenhagen/Petersborn - Der Verein weise seit Herbst immer wieder auf diese Gefahr hin, die nun eingetreten sei. „Die Stadt Brilon hat ihre Sorgfaltspflicht grob vernachlässigt, indem das Gelände nicht geschützt wurde. Der gleiche Tatbestand trifft den Investor als Pächter, der das schützenswerte Biotop durch den Bau einer Ferienanlage mit 600 Gastronomieplätzen zerstören will“, so der Verein, der das geplante Feriendorf am Standort am „Kahlen Hohl“ verhindern möchte. Mehrfach seien Stadt und Kreis durch den LNU (Landschaftsverband Natur und Umwelt) auf die Gefährdung der Fläche hingewiesen worden, so dass hier eine vorsätzlichen Unterlassung anzunehmen sei.

Petition für den Erhalt der Fläche

Der Verein Naturschutzgebiet Gudenhagen-Petersborn setze sich für den vollständigen Erhalt der Fläche sowie naturnahen Tourismus ein und hat eine Petition ins Leben gerufen: https://www.openpetition.de/petition/online/ja-zum-naturschutz

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