Stolpersteine in Brilon erinnern an Familie Goldberg

„Vergessen darf man nie“

Zahlreiche Briloner begrüßten Künstler Gunter Demnig in Brilon, der die Stolpersteine an der Gartenstraße vor dem Haus des Gastes verlegte. Foto: M.Eigner

„Anders als bei Denkmälern oder Gedenktafeln, die natürlich auch ihren Sinn haben, begegnet man den Stolpersteinen im täglichen Leben.

Sie sind da, wo die Menschen jeden Tag hergehen und wie in diesem Fall mitten in der Stadt,“ beschreibt Initiator Janos Klink vom Jugendparlament die Idee, auch in Brilon an das Schicksal jüdischer Mitbürger zu erinnern: „Die Stolpersteine sind da, wo die Menschen leben und wo die Opfer, denen gedacht werden soll, gelebt haben.“

Seit Montag rufen in der Gartenstraße fünf in den Gehweg eingelassene Gedenksteine die Erinnerung an die Familie Goldberg wach. Im Eingangsbereich ihres ehemaligen Besitzes, dem heutigen Haus des Gastes, stechen die goldfarbenen Stolpersteine aus dem Einheitsgrau des Gehweges hervor. „Hier wohnte Fanny Goldberg, geb. Hecht, Jg.1882, unfreiwillig verzogen, 1940 Köln, Flucht 1940 Südamerika, Tot 31.7.1943,“ ist auf dem obersten Stein zu lesen. Darunter angeordnet das Gedenken an ihre vier Kinder Dagobert, Alfred, Leopold und Lore.

Unter den Gästen, die das Verlegen der Stolpersteine durch den Kölner Künstler Gunter Demnig begleiteten, waren der 82-jährige Johannes Otto, ein Großneffe von Lore Goldberg, und sein Sohn Hartmut aus Mettmann.

Lesen Sie die Fortsetzung auf ffi Seite 3 (Von Manfred Eigner, brilon@sauerlandkurier.de)

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