Reden, Sketche, Showeinlagen

Viel zu lachen hatten die Karnevalisten beim Büttenfest in Hoppecke

Unter dem Motto „Hopp Hopp Helau, alles fest im Griff, wir entern heut’ das Narrenschiff“ sangen, parodierten und feierten die Karnevalisten in Hoppecke. Foto: Claudia Metten
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Unter dem Motto „Hopp Hopp Helau, alles fest im Griff, wir entern heut’ das Narrenschiff“ sangen, parodierten und feierten die Karnevalisten in Hoppecke.

Hoppecke. Der Karnevalsreigen ist auch in Hoppecke eröffnet und die fünfte Jahreszeit wurde stimmungsvoll eingeläutet. Zum großen Büttenfest, zu dem die Narren der Carnevals-Gesellschaft Hoppecke (CGH) am Samstagabend geladen hatten, kamen trotz Eis und Schnee zahlreiche Jecken aus dem Ort selbst sowie seinen umliegenden Dörfern.

Unter dem Motto „Hopp Hopp Helau, alles fest im Griff, wir entern heut’ das Narrenschiff“ sangen, parodierten und feierten die Karnevalisten in der bunt dekorierten Schützenhalle der St. Hubertus-Schützenbruderschaft bis spät in die Nacht.

Sitzungspräsident Martin Schörmann führte mit seiner närrischen Gesellschaft nach gewohnter Manier durch ein abwechslungsreiches Programm, das sich aus lustigen und satirischen Büttenreden, Sketchen, Showeinlagen als auch temperamentvollen Tänzen zusammensetzte.

Nach dem Einmarsch mit Fanfaren und der offiziellen Begrüßung durch Präsident Reinhold Erlemeier ging es auch direkt Schlag auf Schlag los. Die Ehrung der Jubelprinzen stand auf dem Programm: Für 50-jährige Mitgliedschaft in der CGH wurde Josef Lange geehrt, für 25 Jahre Lothar Nagel, der aufgrund seines 60. Geburtstages nicht vor Ort sein konnte. Im Anschluss an die Ehrungen bewies die Jugendgarde mit ihrem Gardetanz einmal mehr, dass sich das wochenlange Training zuvor gelohnt hat. „Putzfrau Erna“, alias Corinna Rosenkranz, schilderte folgend in ihrer Büttenrede eindrucksvoll, dass sie nach ihrer Pleite bei der Bewerbung um einen Mann im Club der einsamen Herzen doch noch ihren Erwin kennenlernte. „Mit ihm hatte ich dann fünf Kinder, die ihm die Haare vom Kopf fraßen. Es ist schlimm, wenn bei den Männern die Haare oben nicht mehr wachsen und in Nase und Ohren Asyl suchen“, gab Erna zum Besten.

Nach ihrem mitreißenden Solauftritt bedankte sich Solomariechen Alena Schörmann rührend bei allen, die sie zehn Jahre lang bei ihren Auftritten unterstützt haben. Nach dem tosenden Applaus wurden die Lachmuskeln der Karnevalisten so arg strapaziert, dass sie vor Lachen fast unter den Tischen lagen. „Soldat“ Bernd Schöder schilderte in seiner mehr als genialen Büttenrede beispielsweise, wie er den Liebhaber seiner Frau „entsorgte“ und doch noch zu Petrus ins Himmelreich gelangte. Der absolute Höhepunkt des Abends war allerdings die Prinzenproklamation. Prinz Max I. (Otto), musste nach einem Jahr Regentschaft sein Zepter an den neuen Prinzen der CGH, Prinz Nicolas I. (Schörmann) abgeben. Der 26-jährige neue, frisch gebackene Prinz der Hoppecker Karnevalsgesellschaft ist als Projektingenieur bei den Accumulatorenwerken Hoppecke tätig. Der begeisterte Musiker des Hoppecker Musikvereins – er spielt Trompete, Horn, Flügelhorn und Keyboard – ist seit Jahren aktiv im Karneval und in der Feuerwehr tätig. Zudem führt er mit seiner Regentschaft die Sitte des Karnevalsprinzen in seiner Familie fort; sein Vater Klaus war 1987/88 Prinz Karneval und sein Bruder André 2015/16.

Nach der Proklamation ging es dann schwungvoll mit Tanzeinlagen weiter und nach altbekannter Weise wurde das Dorfgeschehen explizit durchleuchtet.

Büttenfest in Hoppecke

Büttenfest in Hoppecke

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