Suchtberatungsstelle erhält ein neues Profil

Vieles im Fluss

Das Team der Caritas-Suchtberatung: Sabine Becker, Dr. med. Dieter Geyer, Nicole Korneli, Gregor Völlmecke, Leiterin Liliane Schafiyha-Canisius und Petra Brandenburg.

Die Sucht- und Drogenberatung des Caritasverbandes Brilon ist seit über 41 Jahren Anlaufstelle für alle Menschen im Hochsauerlandkreis, die einen Weg aus der Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten und auch Glücksspiel suchen. „In den vergangenen Jahren hat sich vieles in der Beratung verändert“, sagt Leiterin Liliane Schafiyha-Canisius.

Die Sucht- und Drogenberatung des Caritasverbandes Brilon ist seit über 41 Jahren Anlaufstelle für alle Menschen im Hochsauerlandkreis, die einen Weg aus der Abhängigkeit von Alkohol, Drogen, Medikamenten und auch Glücksspiel suchen. „In den vergangenen Jahren hat sich vieles in der Beratung verändert“, sagt Leiterin Liliane Schafiyha-Canisius, die die Leitung der Suchtberatungsstelle im vergangenen Jahr neu übernommen hat.

So hat die Sucht im Alter größere Aufmerksamkeit erhalten, so dass es keine Altersbegrenzung in der Bekämpfung der Sucht mehr gibt. Cannabis, Amphetamine und synthetische Drogen treten zusammen mit Alkoholkonsum immer stärker in den Vordergrund. „Durch die Beratungsgespräche sollen Abhängige Entlastung erfahren und erste Hinweise erhalten, wie sie ihre Situation verändern können“, sagt Suchttherapeutin Schafiyha-Canisius. Zu den Themen gehören die Klärung sozialer Beziehungen, Unterstützung finanzieller Krisen, Auseinandersetzung mit der eigenen Biographie und den Hintergründen der Suchtentwicklung, Klärung der beruflichen Perspektive sowie Unterstützung in der Sinnfindung des alltäglichen Lebens. „Zu unseren Aufgaben in der Suchtberatung zählen auch die Vermittlung in stationäre Entwöhnungstherapien oder in die ambulanten Therapiegruppen in Brilon oder Meschede, in denen eine intensive Auseinandersetzung mit den relevanten Themen stattfindet“, so Liliane Schafiyha-Canisius. Die sogenannte Dauerbetreuung nehmen Klienten in Anspruch, die besondere Bedingungen haben, so dass sie die regulären Angebote nicht oder nicht mehr ausschöpfen können, aber über längere Zeiträume Unterstützung benötigen. Dazu zählen auch Hausbesuche. „Unsere Beratung ist kostenlos und wir sind an die Schweigepflicht gebunden“ unterstreicht die Sozialpädagogin. Das Alter der Menschen, die in der Beratungsstelle Hilfe suchen, reicht von 14 bis über 70 Jahre. Im vergangenen Jahr waren es über 500 Menschen, die sich an die Beratungsstelle gewandt haben. „Zukünftig werden wir außerdem stärker mit den Kreuzbund-Selbsthilfegruppen im Kreis zusammenarbeiten, was gemeinsame Projekte mit einschließt. Auch innerhalb des Caritasverbandes wird die Zusammenarbeit ausgebaut“, sagt Liliane Schafiyha-Canisius. Nachdem Theo Köhler im September in den Ruhestand getreten ist, hat die Sozialpädagogin und Suchttherapeutin Liliane Schafiyha-Canisius die Leitung übernommen. Zuvor arbeitete die Expertin zwölf Jahre lang in der Fachklinik Fredeburg. Zum Team gehören Gregor Völlmecke im Bereich Beratung und Petra Brandenburg im Bereich Verwaltung, beide seit mehr als zwölf Jahre in der Suchtberatung Brilon tätig. Seit April arbeitet Sabine Becker bei der Caritas-Beratungsstelle. Neben der Beratung und Betreuung hat sie die Begleitung methadonsubstituierter Klienten übernommen. Dafür arbeitet Sabine Becker eng mit der LWL-Klinik in Marsberg zusammen. Nicole Korneli übernimmt seit September als Psychologin gemeinsam mit Schafiyha-Canisius die Betreuung der Klienten in der ambulanten Therapie. Das Team wird seit über 17 Jahren unterstützt durch den Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie Dr. med. Dieter Geyer als beratender Arzt. Die Beratungsstelle ist in der Scharfenberger Straße 19 in Brilon und unter 0 9 61/30 53 zu erreichen.

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