Briloner SPD stellt ihren Bürgermeisterkandidat vor

"Vision, für dich ich brenne"

Dirk Wiese (Zweiter von rechts) freute sich, im Beisein der Fraktionsvorsitzenden Hubertus Weber (links) und Wolfgang Kleineberg (rechts), Christof Bartsch (Zweiter von links) als neuen SPD-Kandidaten für das Bürgermeisteramt vorzustellen.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Nachdem Bürgermeister Franz Schrewe erklärt hat, dass er sein Amt als Bürgermeister 2014 niederlegen wird, hat der Vorstand des SPD-Ortsverbandes einstimmig einen neuen Kandidaten gekürt: den stellvertretenden Vorsitzenden Christof Bartsch.

Der Ortsverbandsvorsitzende Dirk Wiese, der vor rund zehn Jahren von Franz Schrewe in die Kommunalpolitik eingeführt wurde, sprach vom „Ende einer Ära.“ Christof Bartsch ist erst seit vier Jahren bei der SPD. Geboren und aufgewachsen in Brilon-Wald und Petersborn-Gudenhagen, ist er der Stadt des Waldes immer eng verbunden geblieben. „Ich bin ein Ur-Briloner“, sagt er von sich. Er habe sich selbst gründlich geprüft, bevor er sich zur Kandidatur entschieden hat, erklärte er. Seine fachliche Eignung sieht er in seiner breit aufgestellten Ausbildung und späteren Berufsausübung begründet: Neben einem Studium der Finanzwissenschaft hat er Theologie und Wirtschaftswissenschaften studiert. 13 Jahre arbeitete er am Finanzamt in Brilon, heute ist er Professor an der Finanzhochschule Nordrhein-Westfalen in Nordkirchen. In vielen Bereichen war er auch in leitender und administrativer Funktion tätig. Seine kommunikative Eignung lässt sich, so Bartsch, in der Frage kondensieren, ob er Menschen möge. Dies kann er eindeutig für sich bejahen: „Wer das kann, der ist automatisch ehrlich, kooperativ, sowie team- und konfliktfähig“, ist er überzeugt. Seine soziale Kompetenz stellt er zudem in vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten unter Beweis: Neben dem 35-jährigen Engagement in der kirchlichen Jugendarbeit und als Fußballtrainer in Gudenhagen sind das seine Vorstandsarbeit im Förderverein der Marienschule, sein Vorsitz in der Bürgerhilfe Brilon oder in der Josef-Stratmann-Stiftung. Wichtig für das Amt des Bürgermeisters, erklärte Bartsch weiter, sei zudem, eine Vision zu haben, für die man „innerlich brennt“. Für Bartsch ist das, die Bildung einer Bürgergesellschaft vor Ort, die aktiv das politische Geschehen mitgestalte. Dazu müsse man Politik transparent machen, Brücken bauen und „die Bürger mitnehmen“. „Ziel muss sein, Politik vom Ende her zu denken: Wo wollen wir in 15 Jahren stehen – und dann einen Weg zu suchen, wie man dahin kommt.“ Die schwierigste Frage war für ihn, wie sich das Amt mit seinem Familienleben vereinbaren ließe. Aber auch diesen Punkt hat er für sich positiv entschieden und sich entschlossen: „Ja, ich komme dem Amt nach.“ Den entscheidenden Impuls für seine Kandidatur hat ihm ein Brief gegeben, den sein Parteigenosse Willi Kitzhöfer kurz vor seinem Tode geschrieben hat: „Da war mir klar, das muss ich tun, das bin ich auch vielen Menschen schuldig.“

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