Wärme für "Badcelona"

Sie alle engagieren sich für das beheizte Freibad 'Badcelona' in Alme: (von links) Verena Traumann, Architekt Tom Becker, Rüdiger Sürig, Ludger Böddeker, Harald Balkenhol, Wolgang Pack, Andrea Adams, Jonas Kahn, Jürgen Adams, Wilhelm Harding und Prof. Dr. Ing. Theodor Belting. Foto: Helmut Große-Vollmer

Das beheizte Freibad "Badcelona" in Alme ist seit dem 21. Mai wieder geöffnet. Bei sonnigem Wetter und 23 Grad Wassertemperatur wurden seit dieser Zeit schon etwa 1000 Besucher gezählt. In den vergangenen Jahren, in denen das Bad nicht beheizt war, fanden pro Saison nur etwa 7000 bis 8000 Badegäste den Weg ins Almer Nass. Das lässt hoffen, dass das nun wieder beheizte Freibad Magnet für Wasserratten aus der gesamten Umgebung wird.

Das wünschen sich die Mitglieder des Fördervereins Freibad Alme. Dessen Vorsitzende, Andrea Adams und Rüdiger Sürig, hatten eingeladen, sich über das Beheizungskonzept sowohl für das Bad als auch für die Gemeindehalle zu informieren.

Das Bad wird momentan durch Öl beheizt, ebenso die Halle. Um die Heizkosten so niedrig wie möglich zu halten, soll nun ein tragfertiges Gesamtkonzept für die städtische Anlage erarbeitet werden. Hierzu wurde die Kooperation mit der Fachhochschule Münster gesucht mit dem Fachbereich Energie/Gebäude/Umwelt. Bachelor-Aspirant Pascal Kahn wird das Konzept in Form einer Bachelor-Thesis mit Praktikumsphase erstellen. Unterstützt wird er von einem Ingenieur-Büro aus Büren und den Briloner Stadtwerken. Prof. Dr. Ing. Theodor Belting wird ihn bei seiner Arbeit wissenschaftlich begleiten.

Alternative Möglichkeiten finden

Zu den Aufgaben von Pascal Kahn gehört es, Grundlagen und Bestandsdaten zu ermitteln, alternative Beheizungsmöglichkeiten zu finden und diese kostenmäßig gegeneinander abzuwägen. Die Bachelor-Thesis soll sowohl die Ausarbeitung des geeigneten Konzeptes beinhalten als auch eine wirtschaftliche Betrachtung zur Umsetzung.

Der zu beheizende Komplex besteht aus den drei Außenbecken, dem Feuerwehrgerätehaus, den Sozialräumen des Freibads, den Veranstaltungsräumen für Festivitäten, der Turnhalle, Sitzungszimmer Musikproberaum, Duschen sowie einer Anliegerwohnung. Man erhofft sich, in Zukunft die Besucherzahlen stetig zu erhöhen und dabei die Betriebskosten für die Stadt zu senken.

Angaben, was das Heizen des Gesamtkomplexes später einmal kosten wird, können derzeit noch nicht gemacht werden. Fakt ist aber, dass die Heizkosten sich momentan durchschnittlich um die 17.000 bis 20.000 Euro jährlich bewegen, ohne das Freibad. Der Förderverein sieht bei einer Besuchermenge von 10.000 bis 11.000 Badegästen im Jahr eine Null-Rechnung. Um diese Besucherzahlen zu realisieren, sollen diverse Aktivitäten gestartet werden, unter anderem die Durchführung von Sportkursen (Schwimmen, Tauchen), wobei für das kommende Jahr bereits Anmeldungen vorliegen. Feste und sportliche Veranstaltungen und Aktivitäten zusammen mit anderen Almer Vereinen, stetiger Ausbau der Sportstätten (zum Beispiel ein Beachvolleyballplatz) und Bindung langfristiger Sponsoren und Spender sollen zum Erreichen dieser Ziele beitragen. Außerdem soll geprüft werden, welche Unterstützung der Leader-Prozess hier geben kann.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare