Insgesamt 400 Kräfte vor Ort

27.000 Quadratmeter Wald in Flammen - Feuerwehr mehr als 24 Stunden im Einsatz

+

[Update] Brilon/Bad Wünnenberg - Ein großer Waldbrand zwischen Brilon-Madfeld und Bad Wünnenberg-Bleiwäsche hielt seit dem späten Mittwochnachmittag die Feuerwehr mehr als 24 Stunden in Atem. Zu Spitzenzeiten waren bis zu 200 Kräfte im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten liefen bis Donnerstagabend.

Wie die Feuerwehr Bad Wünnenberg auf ihrer Facebook-Seite berichtet, brach das Feuer gegen 17 Uhr an einem Hang im Bereich der Schützenwiese zwischen den Stadtgebieten Brilon und Bad Wünnenberg aus. Daher waren Notrufe bei den Leitstellen des Hochsauerlandkreises und des Kreises Paderborn eingegangen, die umgehend die Löschgruppen Madfeld, Rösenbeck und Alme sowie Löschzug Brilon aus dem Gebiet der Briloner Feuerwehr und die Löschgruppe Bleiwäsche, den Löschzug Fürstenberg sowie Sonderfahrzeuge der Löschzüge Bad Wünnenberg und Haaren aus dem Gebiet der Feuerwehr Bad Wünnenberg alarmierte.

"Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde ein ausgedehnter Waldbrand im oberen Bereich des Hanges festgestellt und umgehend ein Löschangriff auf den Hang aufgebaut sowie ein Löschwasser-Pendelverkehr mittels Tanklöschfahrzeugen eingerichtet", berichtet die Feuerwehr. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit der vergangenen Tage habe sich das Feuer schnell weiter ausgebreitet.

Aus diesem Grund wurden nach Feuerwehrangaben weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Büren, Lichtenau und Paderborn, der Kreisfeuerwehrzentrale, des Technischen Hilfswerks (Ortsverbände Büren und Paderborn) sowie Tankfahrzeuge von Privatunternehmen zur Einsatzstelle beordert.

Löschwasser aus Aabachtalsperre

Im Brandgebiet selbst nahmen die Einsatzkräfte einen "massiven Löschangriff" vor. Die Lage des Brandortes am Hang erschwerte die Einsatzmaßnahmen allerdings. Zeitweise brachten 16 Tanklösch- und Tankfahrzeuge im Pendelverkehr Löschwasser zur Einsatzstelle. Wasserentnahmestellen waren zunächst ein Teich in der Nähe und später auch die Aabachtalsperre.

Die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof brachte zudem eine Drohe zum Einsatzort, um das Brandgebiet aus der Luft zu kontrollieren. Die Feuerwehr der Stadt Salzkotten unterstützte bei der Einsatzleitung. Insgesamt waren laut Feuerwehr rund 27.000 Quadratmeter Wald vom Feuer betroffen.

"Auch zur Stunde (23 Uhr) ist noch immer eine Rauchentwicklung in Teilen des betroffenen Waldstücks festzustellen. Die Löschmaßnahmen werden daher fortgesetzt", teilte die Feuerwehr am späten Mittwochabend mit. Eine Brandwache blieb über Nacht vor Ort, das THW leuchtete die Einsatzstelle während der Nachtstunden aus.

Das Deutsche Rote Kreuz Ortsverband Paderborn verpflegte die Einsatzkräfte vor Ort. Zeitweise waren bis 200 Kräfze von Feuerwehr, THW, Deutschem Roten Kreuz, Rettungsdienst und Polizei mit rund 40 Einsatzfahrzeugen vor Ort. 

Dringender Appell an Schaulustige

Auch am Donnerstagmorgen war die Feuerwehr Bad Wünnenberg noch mit rund 40 Kräften an der Einsatzstelle. "Es müssen im Brandgebiet immer noch Nachlöscharbeiten erfolgen, da es immer noch Bodenfeuer gibt", erklärten die Brandschützer. Die Einsatzkräfte, die am Mittwochabbend im Einsatz waren, wurden allerdings über den Abend die Nacht nach und nach abgelöst. In der Nacht sei zudem auch die Löschgruppe Essentho der Feuerwehr Marsberg zur Einsatzstelle hinzugezogen worden.

"Die Löscharbeiten werden sich voraussichtlich noch über den gesamten Donnerstag hinziehen", kündigte die Feuerwehr an - und richtet einen dringenden Appell an alle Bürger: "Wir bitten die Bevölkerung, den Bereich rund um die Schützenwiese zu meiden. Es ist leider ein starker Verkehr von Schaulustigen auf den Wegen rund um die Einsatzstelle festzustellen, der die Einsatzkräfte behindert." 

Gegen Abend konnte die Feuerwehr die Einsatzmaßnahmen nach eigenen Angaben "endlich" beenden. "Im Laufe des Tages hatten trotz des massiven Löschangriffs immer noch aktive Bodenfeuer weitere Löschmaßnahmen erforderlich gemacht", berichteten die Brandschützer. Die Einsatzkräfte lockerten den Waldboden in einigen Bereichen auf, um an die Brandnester zu gelangen. Weiterhin wurden an einigen Stellen auch Baumstümpfe freigelegt.

Während des gesamten Waldbrand-Einsatzes seien insgesamt rund 400 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus insgesamt zehn Städten und Gemeinden der aus dem Kreis Paderborn und dem Hochsauerlandkreis sowie der beiden dortigen Kreisfeuerwehrzentralen, des Technischen Hilfswerks, der Hilfsorganisationen, des Rettungsdienstes und der Polizei vor Ort gewesen, berichtet die Feuerwehr Bad Wünnenberg. Auch der Forstbetrieb habe die Brandschützer mit zahlreichen Mitarbeitern tatkräftig bei den Arbeiten unterstützt.

Lesen Sie auch: 

Einsatz für die Feuerwehr: Gas tritt an Tankstelle aus - Straße zeitweise voll gesperrt

120 Quadratmeter Wald brennen in Gerlingen

Brandstiftung nicht ausgeschlossen: Kripo ermittelt nach Feuer auf Waldfläche

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare