„Gästen einen schönen Moment bereiten“

Was macht die Arbeit in der Gastro aus? - Interview zum Gastro-Job-Speed-Dating

Gastronomie Personalnot Mitarbeitermangel Servicekräfte
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Personal fehlt, aber das soll sich ändern: Ein Gastro-Job-Speed-Dating ist für Dienstag, 19. Oktober, im Bürgerzentrum Brilon geplant.

Erstmals findet am Dienstag, 19. Oktober, von 9.45 bis 13 Uhr im Bürgerzentrum in Brilon ein Gastro-Job-Speed-Dating statt. Viele heimische Gastronomen suchen Personal. 

Brilon – Der SauerlandKurier hat sich deshalb einmal bei den Betrieben umgehört und mit den Mitarbeitern gesprochen, was die Arbeit in der Gastronomie ausmacht.

Marie Götte von Tommy´s Restaurant in Brilon.
Hallo, stellt euch doch einmal kurz vor und sagt uns, wo ihr in der Gastronomie arbeitet.
Marie: Ich bin Marie Götte, seit Juni 2017 im Tommy´s Restaurant beschäftigt.
Larissa: Und ich bin Larissa Tobes und arbeite seit 2017 im Service im Jägerhof, davor habe ich hier schon als Aushilfe gearbeitet.
Was macht euch am meisten Spaß an der Arbeit in der Gastronomie?
Larissa: Das kann man gar nicht so genau sagen. Oft sind es die freundlichen Gäste, aber auch Arbeitskollegen. Es macht mir einfach Spaß dabei zu helfen, den Gästen einen schönen Moment zu bereiten. Wenn die Gäste dies dann auch sagen, macht einen das schon stolz.
Marie: Bei mir ist es so, dass mir die abwechslungsreiche Arbeit am meisten Spaß macht. Immer wenn es neue Herausforderung gibt, wird es spannend. Und natürlich unser super Team.
Was sind so Momente, die weniger Spaß machen?
Marie: Zum Glück ist es selten, aber natürlich kommt es schon mal vor, besonders wenn Hochbetrieb herrscht, dass Kunden unfreundlich werden, das ist leider so und damit muss man umgehen.
Larissa: Genau, das sind die unschönen Momente, die aber zum Glück selten sind. Einige aus der Gastronomie würden vielleicht noch die Arbeitszeiten nennen. Aber das ist bei mir tatsächlich nicht der Fall. Ich habe mich ja bewusst für den Beruf entschieden und war mir auch darüber im Klaren, dass ich oft dann arbeiten muss, wenn andere frei haben. Für mich ist das kein Problem.
Was müssen neue Kollegen können, um gut in der Gastronomie zurechtzukommen?
Larissa: Es ist natürlich von Vorteil, wenn man offen auf Gäste zugehen kann. Aber auch das kann man erlernen, ist also kein Muss. Man sollte zudem auch mit Kritik umgehen können, also nicht jedes Wort auf die Waagschale legen, bzw. zu persönlich nehmen. Es kann einfach passieren, dass mal ein Gast oder jemand im Team nicht so gut drauf ist. Das ist überall mal so. Wichtig ist auch selbstständiges Arbeiten. Also nicht warten bis einer sagt, was man tun soll. Balance ist natürlich bei Tellern und Tabletts tragen wichtig. Aber es wird niemanden in der Gastronomie geben, dem noch nie etwas heruntergefallen ist. In meiner Anfangszeit habe ich zum Beispiel mal einem Gast ein ganzes Tablett mit Biergläsern über den Rücken gekippt. Ich bin noch hier und der Gast kommt auch noch (lacht).
Marie: Ich kann das alles bestätigen. Aus meiner Sicht sind noch zwei Dinge ganz wichtig: Sie müssen gerne mit Menschen zusammenarbeiten und eine gewisse Teamfähigkeit mitbringen, dann kommt der Spaß an der Arbeit von ganz alleine.
Würdet ihr euch über neue Kollegen freuen?
Marie: Auf jeden Fall, je größer das Team, desto besser.
Larissa: Natürlich, bei uns ist erstmal jeder willkommen.

Weitere Infos zum Gastro-Job-Speed-Dating gibt es hier.

Larissa Tobes vom Jägerhof in Brilon.

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