Mit dem Rollstuhl unterwegs

„WheelMap“ für Brilon: Online-Karte zeigt barrierefreie Orte

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Mit einem Projekt sollen Menschen, die aufgrund von Alter oder Behinderung nicht gut zu Fuß sind, sich barrierefreier in Brilon bewegen können.

Brilon – Mit einem Projekt sollen Menschen, die aufgrund von Alter oder Behinderung nicht gut zu Fuß sind, sich barrierefreier in Brilon bewegen können. Dazu wird die „WheelMap“ erstellt.

Das ist eine Online-Karte zum Finden und Markieren begehbarer und rollstuhlgerechter Orte. 

In einer Gemeinschaftsaktion wird eine rund 90-köpfige Gruppe von der youngcaritas Brilon, Briloner-Interessen-Vertretung für Menschen mit Behinderung, Schülern des Gymnasium Petrinum sowie Betroffenen aus der Region am 3. März einen Vormittag lang öffentliche Orte in Brilon erkunden. Im Anschluss an den Stadtrundgang wird die WheelMap für Brilon erstellt und kann anschließend von allen Bürgern und Besuchern genutzt werden. 

„Mit dem Projekt verfolgen wir gleich mehrere Ziele“, sagt Nadine Gebauer, Koordinatorin der youngcaritas. „Wir wollen die Bürger für das Thema Barrierefreiheit sensibilisieren. Außerdem wollen wir Schüler mit Betroffenen in Kontakt bringen. Die Jugendlichen können ausprobieren, wie es sich anfühlt, mit dem Rollstuhl unterwegs zu sein. Durch Selbsterfahrung können wir Menschen und ihre Bedürfnisse – auch in Sachen Mobilität – am besten verstehen.“ 

Die WheelMap wurde 2010 von Raul Krauthausen, einem deutschen Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit, initiiert. Heute wird das Community-Projekt von dem Verein „Sozialhelden“ getragen, wodurch die WheelMap bereits andernorts erprobt und für gut befunden wurde. Nun soll auch Brilon mit Blick auf Barrierefreiheit kartographiert werden. 

„Am Ende steht eine Online-Karte, wo Bilder und Kommentare gepostet werden und ein Ampelsystem anzeigt, wo es begehbare und rollstuhlgerechte Zugänge gibt oder nicht“, erklärt Nadine Gebauer. Im Fokus stehen öffentliche Orte, wie beispielsweise Restaurants, Hotels, Kinos, Supermärkte, Banken oder Geschäfte. Dort wird nach Stufen geschaut oder nach rollstuhlgerechten Toiletten.

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