890 Kinder nehmen an Wettbewerb teil

Wer wird Kürbiskönig?

Zwei Auszubildende der Firma Stratmann, Lena Böhm und Jennifer Brunert, überreichen Kompost-Erde und Kürbissamen an die Wettbewerbsteilnehmer. Foto: Heiligers

An die 40 Vertreter von Kindergärten, Kindertagesstätten und Grundschulen der Städte Bestwig, Brilon und Olsberg nahmen an der Auftaktveranstaltung des Pilotprojektes „Kürbiscup“ in Brilon teil, zu der am Dienstag die Firma Stratmann, Städtereinigung und Abfallwirtschaft, eingeladen hatte.

Die Ausrichtung und Betreuung ist in dem Unternehmen fast ein reines Azubi-Vorhaben, die seit September 2014 bestehende Idee wird von ihnen weitestgehend in Eigenregie betreut. Es soll bei den Kindern so früh wie möglich ein Gespür für Umweltbewusstsein entwickelt werden und zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Abfall und wertvollen Ressourcen beitragen. Nicht alles sorglos wegwerfen, sondern wiederverwenden in Form der ältesten Recyclingmethode der Welt waren die hauptsächlichen Beweggründe für diese Aktion. 890 Mädchen und Jungen werden sich an dem Wettbewerb beteiligen, verteilt auf 51 Gruppen aus 27 Einrichtungen. Eindrucksvoll und spannend sollen die ersten Erfahrungen sein, durch die herausgefunden werden soll, welch ausgezeichnete Wachstumsgrundlage geschaffen werden kann durch kompostierbare Küchen- und Gartenabfälle und wie wichtig die richtige Abfalltrennung ist.

Zum Wettbewerbsstart wurde den Teilnehmern kostenlos Kürbissamen, Komposterde, eine Anzucht- und Auspflanzungsempfehlung sowie einen Auswertungsbogen zur Verfügung gestellt. Mitte April, nach den Osterferien, geht es dann richtig los. Die Kürbiskerne werden in kleine Gläser eingesät. Alle Arbeits- und Entwicklungsschritte werden durch Fotos oder Zeichnungen beschrieben. Auf dem Dokumentationsbogen ist weiterhin Platz, um den chronologischen Ablauf der Aktion und den steigenden Umfang des Kürbis einzutragen. Um die Konkurrenz ein wenig anzuheizen, wird es in regelmäßigen Abständen einen Newsletter geben, in dem jeder Teilnehmer einen Einblick über den Fortschritt der anderen erhält.

Preisübergabe am 19. September

In den Sommermonaten wird dann im Rahmen von Kindergarten- und Unterrichtsbesuchen den Kindern die Wichtigkeit der Abfalltrennung und die Entwicklungsstadien des Kompost genau erklärt und eine Fahrzeugbesichtigung angeboten. Weiterhin werden diverse Unterrichtsmaterialien zur Verfügung gestellt. Alles andere liegt bei den Züchtern selbst. Die leuchtend orangenen Speisekürbisse „Halloween“ reifen schnell und können bis zu vier Kilogramm wiegen. Jeder Zentimeter Umfang bringt den Sieg ein Stück näher. Am Montag, 14. September, wird pro Einrichtung ein Kürbis abgeholt, der ein Namensschild erhält und in die Wertung kommt. Um die Spannung zu erhalten, werden ohne Bekanntgabe der genauen Platzierung zwei Tage später die ersten fünf Preisträger bekanntgegeben und für Samstag, 19. September, zur Preisübergabe eingeladen.

Am Ende bringt der Kürbis mit dem größten Umfang den Titel des „Kürbiskönigs“. Haben zwei den gleichen Umfang, entscheidet das Los. Es winken für den zweiten bis fünften Platz Geldpreise und für den Erstplatzierten ein kindgerechter Sachpreis. So spendet ein heimisches Holzunternehmen ein hochwertiges Spielgerät mit einem Materialwert von 1200 Euro, Transport und Montage gibt es unentgeltlich obendrauf.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare