Bildungspolitik ist heißes Thema für die Jungwähler

Auf den Zahn gefühlt

Beate Raberg (Linke), Dirk Wiese (SPD), Julius Hahn (Piraten), Hans-Werner Ehrenberg (FDP), Martina Wolf (Grüne) stellten sich den Fragen von Ute Völlmecke und Bernhard Schrader bei der Podiumsdiskussion des Jupa. Foto: Manuel Bracht

Eine Kostprobe Politik gab es für zahlreiche Jungwähler bei der Podiumsdiskussion des Briloner Jugendparlaments (Jupa) am vergangenen Montagabend.

Auf Einladung der Nachwuchspolitiker hatten sich die Bundestagskandidaten von Piratenpartei, Linke, FDP, SPD und Grünen im Atrium der Sparkasse den Fragen der Jugendlichen gestellt. Der Briloner CDU-Kandidat Patrick Sensburg war terminlich verhindert.

Nachdem das Jupa zunächst in eigener Sache um Verstärkung geworben hatte, mussten sich Beate Raberg (Linke), Julius Hahn (Piraten), Hans-Werner Ehrenberg (FDP), Dirk Wiese (SPD) und Martina Wolf (Grüne) den messerscharfen Fragen von Janos Klink stellen. Martina Wolf vertrat ihren Parteikollegen Antonius Becker.

Nachdem die Fangfragen der Aufwärmphase überstanden waren, fühlten Ute Völlmecke vom BDKJ und Bernhard Schrader vom Dekanat Hochsauerland-Ost als Moderatoren den Kandidaten auf den Zahn. Bildungspolitik, ein heißes Thema für die Jugend, wird nicht auf Bundesebene entschieden. Trotzdem mussten die Kandidaten ihr Konzept präsentieren. „Es geht also darum, Biographien verlässlich zu planen und für Chancengleichheit zu sorgen“, resümierte Bernhard Schrader die Politikerversprechen.

Zwischenrufe in der Diskussion

Unter dem Themenblock „Arbeit“ leitete Ute Völlmecke den kontroversen Diskurs. Obwohl das Publikum erst im weiteren Verlauf eingebunden werden sollte, kam es zu Zwischenrufen von FDP-Ratsherr Manfred Siebert, der die aktuelle Regierungskoalition in der Runde schlecht vertreten sah. Die beiden Moderatoren bewahrten in der hitzigen Debatte kühlen Kopf und zogen die Podiumsgäste wieder in den Fokus.

Windkraft, Soziales und Netzpolitik – hier waren die Kandidaten gefragt. Mit den Worten „Jetzt seid ihr dran“ schickte Ute Völlmecke ihren Kollegen Bernhard Schrader zu den jungen Leuten ins Publikum.

Jupa-Neueinsteiger Phillip Zwingelberg ergriff sogleich die Chance: „Ich habe im Radio davon gehört, dass die Grünen einen Vegetarier-Tag planen. Wie stehen Sie dazu?“ Martina Wolf konnte antworten. Ein Mitglied der Kolpingfamilie zielte ebenfalls auf die Einflussnahme der Politik in das Leben der Bürger ab. Das Publikum wollte mehr wissen zu Betriebskindergärten. Dazu erklang vom Podium der parteiübergreifende Ruf nach pragmatischen Lösungen für kleine Betriebe.

Ein positives Fazit zogen Jugendparlament und Kandidaten. Die Politiker verwiesen auf das Engagement ihrer jungen Gastgeber. Auch dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Manfred Siebert blieben zum Schluss nur lobende Worte: „Das war eine sachliche zweite Hälfte. Insoweit war die Veranstaltung auch sehr erfolgreich.“ (Von Manuel Bracht, brilon@sauerlandkurier.de)

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