„Soziale Kontakte fehlen“

Zwei Jahre ohne Schützenfeste – Kreisschützenbund tagt in Brilon

Kreisschützenbund Brilon Vorstand
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Der Vorstand des Kreisschützenbundes: Kreisoberst Rüdiger Eppner, Kreisschriftführer Andreas Raue sowie Kreisschießmeister Manfred Gerbracht wurden im Amt bestätigt. Neu in den Vorstand wählte die Delegiertenversammlung Willy Frese (vorne, Mitte) aus Antfeld, der das Amt des Kreisschatzmeisters von Daniel Hoffmann übernimmt.

Der Kreisschützenbund Brilon traf sich mit gut 150 Delegierten zur Kreisschützenversammlung in der Schützenhalle Brilon unter strenger Beachtung der Hygiene-Schutzbedingungen.

Altkreis Brilon – Die Grußworte und Berichte fielen erwartungsgemäß kurz und knapp aus. Wie von Bundesschatzmeister Arthur Wahle: „Macht das Beste draus.“ Kreisoberst Rüdiger Eppner, brachte es auf den Punkt: „Wir hoffen auf andere Tage, die sozialen Kontakte fehlen uns allen. Ich freue mich darauf, wenn wir wieder ein Glas Bier vor der Theke trinken können.“

Herbert Jätzel, Vorsitzender und Major der St. Hubertus-Schützenbruderschaft 1417 Brilon, forderte die Unterstützung der Politik: „Wir haben bisher alle Regularien und Vorschriften umgesetzt und beachtet, jetzt brauchen wir nicht noch Weiteres, was uns das Leben schwer macht.“

Rückendeckung gab es da von Bürgermeister Dr. Christof Bartsch, nicht nur persönlich, sondern auch im Namen seiner Bürgermeisterkollegen. „Zwei Jahre ohne Schützenfeste sind ein Verlust für die Gemeinschaft“, erklärte Bartsch.

Landrat Dr. Karl Schneider bot den Schützenvereinen Hilfe an und sicherte bei politischen und bürokratischen Fragen zu, immer ein offenes Ohr zu haben. Als Unterstützer und Freund des Schützenwesens zeigte sich Schneider begeistert von den Feiern in kleinem Rahmen, die jetzt vielerorts organisiert werden. Allerdings nicht ohne Warnung aufgrund der aktuellen guten Inzidenzen leichtsinnig zu werden, sondern die gebotene Vorsicht walten zu lassen.

Hilfsfonds bei Festabsagen

Über das Thema „Verantwortung“ sprach Kreispräses Matthias Kamphans: „Verantwortung bedeutet für etwas einzustehen. Das Zusammenspiel vieler kleiner Verantwortlichkeiten macht das große Ganze aus.“ Verantwortung zeigt auch der Kreisschützenbund mit dem Kreisschützen-Fonds. Um zukünftig bei der Absage von Kreisschützenfesten durch unvorhersehbare Dinge wie Unwetter, Pandemien oder Ähnlichem den ausrichtenden Verein nicht mit dem finanziellen Verlust alleine stehen zu lassen, wurde die Einrichtung eines Hilfsfonds einstimmig beschlossen. Mit einer Beitragserhöhung von jährlich 10 Cent pro Mitglied soll eine Summe von 10.000 Euro angespart werden, die dann bei Bedarf bereitsteht.

Der Kreisoberst Rüdiger Eppner (links) dankte Daniel Hoffmann für seine gute Arbeit als Kreisschatzmeister. Hoffmann bleibt als Ehrenschatzmeister im Vorstand des Kreisschützenbundes.

Bei den Wahlen bestätigten die Delegierten Kreisoberst Rüdiger Eppner, Kreisschriftführer Andreas Raue und Kreisschießmeister Manfred Gerbracht in den Ämtern. Der Kreisschatzmeister Daniel Hoffmann stellte sich nicht mehr zur Wahl. Von den drei Anwärtern für das Amt (Josef Schlömer aus Hoppecke, Werner Schäfer aus Medebach und Willy Frese aus Antfeld) setzte sich der Vorsitzende der St. Sebastian-Schützen Antfeld mit großer Mehrheit durch. Rüdiger Eppner dankte Daniel Hoffmann für seine gute Arbeit und ehrte ihn mit der Aufnahme in den Vorstand als Ehrenschatzmeister.

Den Orden für das 25-jährige Krönungsjubiläum überreichte der Kreisoberst dem Jubilar Jochen Schneiders. Schneiders schoss 1996 auf dem Kreisschützenfest in Altenbüren den Vogel ab und regierte die Kreisschützen mit seiner Frau Heike.

Der Kreisoberst Rüdiger Eppner (links) ehrte Jochen Schneiders mit einem Orden für sein 25-jähriges Kreiskönigs-Jubiläum.

Da im nächsten Jahr auf den Schützenfesten Ehrungen von drei Jahren durchzuführen sind, begrüßten die Delegierten den Vorschlag des Vorstandes „kleinere“ Ehrungen den Schützenvereinsvorständen zu übertragen. Die besonderen Ehrungen übernimmt der Kreisschützenbund dann wie gewohnt persönlich im feierlichen Festrahmen.

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