1200 Ecken für ein Rundes

Das zweite Tipi der „Zelte der Begegnung“ entsteht

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Masche für Masche, Reihe für Reihe, Quadrat für Quadrat wächst das zweite Tipi für die Briloner Hansetage zusammen – gestrickt von vielen Händen und unter der künstlerischen Leitung von Ute Lennartz-Lembeck (Mi.).

Brilon – Gehäkelte und gestrickte Vierecke, 15 x 15 Zentimeter groß, stapeln sich in allen Farben am Rand; in der Mitte nimmt ein Tipi Gestalt an, 24 Reihen bunt wie ein Regenbogen. 1.200 Ecken braucht es insgesamt dafür. Das erste Zelt ist bereits fertig und stand kurze Zeit vor dem Evangelischen Gemeindezentrum.

Für das zweite Zelt haben wieder viele Frauen aus allen Ecken Brilons, unterschiedlichster Nationalitäten und Hintergründe, zu Nadel und Wollfaden gegriffen und beobachten nun, Kaffee trinkend und angeregt plaudernd, wie ihre Quadrate Teil eines großen Ganzen werden. „Das ist genau das, was wir wollten: Ein Ort der Begegnung der unterschiedlichsten Menschen – das ist gelebter Frieden“, freut sich Heike Fritz vom Verein Kunterbunt. 

Der Verein hatte die Remscheider Künstlerin Ute Lennartz-Lembeck eingeladen, ihr Projekt „Zelte der Begegnung“ in Brilon für die Hansetage umzusetzen. Diese kniet in der Mitte und gestaltet den Farbverlauf. Denn auch wenn es ein Projekt der vielen Hände ist, das künstlerische Urheberrecht hat sie. „Vielleicht schaffen wir noch ein drittes Tipi, das wäre eine schöne Zahl“, überlegt Heike Fritz. Brigitte Müller – sie ist heute zum ersten Mal dabei – wird sicherlich erneut zur Nadel greifen, „denn der Winter ist lang“, wie sie sagt. Weitere „Mitmacher“, auch für die übrigen Hansetage-Gruppen, sind willkommen.

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