Führungskräfte sprechen über Glasfasernetze und 5G Mobilfunk

Digitale Themen im Mittelpunkt bei Breitband-Forum Südwestfalen

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Um verschiedene Themen der Digitalisierung ging es beim vierten Breitband-Forum Südwestfalen.

Hochsauerland. Bereits zum vierten Mal hatte die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen (TKG-SWF) Praktiker und Führungskräfte aus Verwaltungen, Bauämtern, Bezirksregierung und Breitbandbeauftragte der Städte und Gemeinden aus der gesamten Region zum "Breitband-Forum Südwestfalen" eingeladen.

Insgesamt informierten sich rund 100 Teilnehmer in mehreren Workshops über aktuelle Themen rund um die Digitalisierung, Glasfasernetze, 5G Mobilfunk, Gigabitgesellschaft und die Beschleunigung des Breitbandausbaus durch das DigiNetz-Gesetz.

MK-Landrat Thomas Gemke betonte in seiner Begrüßung, dass sich die Kreise und Kommunen mit diesen Themen bereits intensiv befassen: "Gleichzeitig drängen wir darauf, dass die laufenden Förderverfahren und der Netzausbau so schnell wie möglich abgeschlossen werden. Die Verfahren der Bundes- und Landesförderung sind aber leider langwierig und kompliziert." Dies zeige einmal mehr, wie wichtig die gut funktionierende Zusammenarbeit der Breitbandkoordinatoren der fünf Kreise, der Breitbandbeauftragen der Städte und Gemeinden und der kreiseigenen Telekommunikationsgesellschaft mit den Bewilligungsbehörden auf Bundes- und Landesebene sei. 

In verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmer intensiv mit den Themen.

Nachdem im letzten Jahr ein regionales Breitband-Gespräch für Südwestfalen in Soest stattfand, hatte die TKG-SWF das diesjährige Forum an drei Tagen und mit verschiedenen Workshops in Siegen, Lüdenscheid und Arnsberg organisiert. Das Breitbandbüro des Bundes, ein Kompetenzzentrum des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), führte die Workshops durch. So stellte Felix Gartner, Jurist beim Breitbandbüro des Bundes, anschaulich die neuen Rechte und Pflichten aufgrund der Novellierung des Telekommunikationsgesetzes durch das so genannte DigiNetz-Gesetz dar. Ziel ist die Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze und der bessere Zugang zu vorhandenen und im Ausbau befindlichen Versorgungsnetzen der Stadtwerke, öffentlicher Versorger oder der Kreise und Kommunen als Wegebaulastträger und Eigentümer von Straßen. 

Förderung öffentlicher WLAN-Hotspots durch die EU-Kommission

In einem weiteren Workshop referierte der Telekommunikations-Experte, Berater und Fachjournalist Gerhard Kafka ausführlich und kenntnisreich über die technischen Details beim Bau von Glasfasernetzen, den Weg in die Gigabit-Gesellschaft und die Digitale Transformation.  Ergänzt wurden die Workshops durch einen Vortrag von TKG-SWF Geschäftsführer Stefan Glusa über 5G als "Mobilfunktechnik von morgen", die gleichzeitig mit einem massiven Ausbau der Glasfasernetze einhergehen müssen. 

Abschließend stellte Stefan Mißfeldt von Breitband.NRW, dem Kompetenzzentrum des Landes, die Förderung öffentlicher WLAN-Hotspots durch die Initiative WiFi4EU der Europäischen Kommission vor. 

Auf vielen Ebenen wird derzeit in Südwestfalen an Zukunftskonzepten, Strategien und Projekten zur Digitalisierung der Region gearbeitet. Das dreitägige Breitband-Forum lieferte vor allem den "Praktikern" in den Kommunen und Verwaltungen wichtige Informationen, um diese Entwicklungen besser zu verstehen und zu unterstützen, so das Fazit. Das Breitband-Forum Südwestfalen wird auch im nächsten Jahr fortgesetzt.

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