Conrad-von-Ense-Schule

Mit 70.000 Euro Digitalisierung vorantreiben

+
Stolz präsentierten die Schüler Rektorin Stephanie Bingener, Fachlehrer Manuel Tewes, Bürgermeister Hubert Wegener und Verwaltungsmitarbeiter Wolfgang Bonsch (stehend von links) ihre im Informatik-Unterricht gebauten Roboter mit Ketten.

Bremen - „Wir arbeiten an der Zukunft“. Und das meint Direktorin Stephanie Bingener durchaus mehrdeutig. Denn nicht nur, dass die Schüler der Conrad-von-Ense-Schule seit nun eineinhalb Jahren im Wahlpflicht-Fach Informatik sich mit den Lösungen der Probleme von morgen beschäftigen. Die Sekundarschule schärft auf diesem Wege ihr eigenes Profil im Konzert der weiterführenden Schulen – und wird dabei unterstützt durch die Gemeinde als Schulträgerin.

Denn wie Bürgermeister Hubert Wegener bei einem Besuch mit dem für Schulangelegenheiten zuständigen Verwaltungsmitarbeiter Wolfgang Bonsch am Freitag Schulleiterin Stephanie Bingener mitteilen konnte, stellt die Gemeinde der Sekundarschule 70.000 Euro zur Verfügung, um die Digitalisierung der Conrad-von-Ense-Schule auch technisch vorantreiben zu können. 

So soll mit dem Geld zum einen das Gebäude mit der notwendigen W-Lan-Technik ausgestattet werden, ist in einem zweiten Schritt die Anschaffung von entsprechenden Endgeräten wie Tablets, Laptops usw. und zu guter Letzt die Investition in Präsentations-Lösungen für die Klassenräume vorgesehen. Wobei Bürgermeister Hubert Wegener zusicherte: Sollte weiterer Finanzbedarf bestehen, um die Schule auf ihrem Weg zu unterstützen, werde man sicher weiter helfend zur Seite stehen. 

Die aktuell zur Verfügung gestellten 70 000 Euro stammen dabei aus dem landesweiten Programm „Gute Schule 2020“, aus dem die Gemeinde insgesamt etwas mehr als 400 000 Euro erhält und für das ein Konzept vorliegt. Anders übrigens als in anderen Kommunen des Landes, von denen die Gelder nicht in Düsseldorf abgerufen werden. Indes: Die technische Ausstattung zur Digitalisierung der Schule ist nur ein Baustein, um die Conrad-von-Emse-Schule fit zu machen für die Zukunft und sie in die Lage zu versetzen, auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Arbeitswelt zu reagieren.

Pädagogisch untermauert wird dies durch den entsprechenden Fachunterricht. So gibt es seit eineinhalb Jahren in der Sekundarschule neben dem regulären Informatik-Unterricht das Wahlpflicht-Fach Informatik ab der Klasse 6. Drei Stunden pro Woche werden die momentan 22 Siebtklässler und 18 Sechstklässler – Mädchen und Jungen – hier unterrichtet, theoretisch und praktisch und müssen am Ende auch Klassenarbeiten schreiben. Wobei die Schüler mit Feuereifer bei der Sache sind und selbst nach Lösungen technischer Herausforderungen suchen.

Am Freitag konnten sie den beiden Besuchern aus dem Rathaus mit Ketten gebaute Roboter präsentieren, deren Programme sie selbst erarbeitet hatten. Besonders „gefeiert“ aber hätten sie sich nach dem Bau eines computergesteuerten Staubsaugers, wie sie gestern nicht ohne Stolz erklärten. Eng verbunden ist die Beschäftigung mit der neuen Technik in der Conrad-von-Ense-Schule dabei aber auch mit der Medienerziehung. Hier gehe es darum, den Schülern den angemessenen Umgang mit den verschiedenen Endgeräten wie Tabletts oder Smartphones zu vermitteln, wie Fachlehrer Manuel Tewes erläuterte. Dies geschehe unter anderem in einer Unterrichtsstunde pro Woche ab Klasse 5 und bilde einen Baustein für die Erlangung des Medien-Passes NRW.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare