Sperrung der K8 sorgt für mehr Verkehr - und Ärger

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Nichts geht auf der Kreisstraße zwischen Niederense und Günne. Das führt auch im Rathaus vermehrt zu Beschwerden.

Bremen/Niederense – Die Sperrung der Kreisstraße zwischen Niederense und Günne hat zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf der Straße Am Riesenberg geführt.

Das hat die Verwaltung am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss erklärt und sich dabei auf eigene Messungen gestützt. 

Indes: Trotz massiver Beschwerden – auch von Gewerbetreibenden – bleibe die Verbindung zwischen den beiden Orten weiter dicht. Zumindest bis zum 25. Juni.

Denn an diesem Tag, so Bürgermeister Hubert Wegener, solle das mit Spannung erwartete Gutachten vorliegen. Und erst aus ihm gehe hervor, wie weiter zu verfahren ist. 

Ausgelöst wurde die Sperrung, weil Gesteinsbrocken von dem Steilhang auf die Straße gefallen waren. Zwischen Niederense und dem westlichen Ortsausgang von Günne hatte der Kreis die K 8 daraufhin dicht gemacht. Und nach wie vor besteht dem Kreis zufolge die Gefahr von Steinschlag. 

Deshalb, so Bürgermeister Hubert Wegener, sei auch eine halbseitige Sperrung keine Alternative. Das unterstrich Thomas Schäckel, Leiter der Abteilung Straßenwesen, am Freitag nochmals. 

Und so setzen jetzt alle ihre Hoffnung auf das geologische Gutachten, das für den 25. Juni erwartet wird. Aus ihm soll hervorgehen, was genau für die Sicherung des bröckelnden Felsenhangs getan werden muss. Danach könne die Maßnahme ausgeschrieben werden. 

Das dauere aber wieder seine Zeit, wohl frühestens im September könnten die Arbeiten zur Sicherung des Hanges beginnen. Ob die Kreisstraße in der Zwischenzeit wieder aufgemacht werden kann, sei eine andere Frage.

„Dass das für die Bürger total nervig ist, verstehe ich, ich muss aber um Verständnis bitten“, so Thomas Schäckel.

Mess-Ergebnisse

Zweimal hat die Verwaltung im Laufe des vergangenen Jahres Am Riesenberg eine Verkehrszählung samt Tempomessung durchgeführt. Und aus den Zahlen ergibt sich für die Rathausspitze, dass Am Riesenberg zwar nicht gerast wird, der Verkehr aber in Folge der K 8-Sperrung zugenommen hat. Im April 2019 wurde die Verkehrsmessung in Höhe des Küchenstudios Leuchtenberger durchgeführt. Sie fand statt vom 28. März bis 9. April. Registriert wurden pro Tag im Schnitt 5 995 Fahrzeuge. Bei erlaubten Tempo 50 lag der Durchschnitt bei 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer bei 48,4 km/h. Die zweite Verkehrsmessung fand vom 27. Mai bis 2. Juni 2020 in der Höhe Einmündung Neuer Weg statt. In dieser Zeit war die K 8 Richtung Möhnesee gesperrt. Gezählt wurden im Schnitt pro Tag 6 088 Fahrzeuge. Bei erlaubten Tempo 50 lag der Durchschnitt bei 85 Prozent der Verkehrsteilnehmer bei 46,1 km/h.

Quelle: Soester Anzeiger

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