Aktionstag am Windpark Ruhne-Waltringen

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Wo sich erst kürzlich noch eine Abordnung traf, findet am Pfingstmontag der „Windmühlentag“ statt.

ENSE - Rund um erneuerbare Energien und die Stromerzeugung durch Windkraft dreht sich am Pfingstmontag, 25. Mai, der „Windmühlentag“ auf der Haar zwischen Ruhne und Waltringen.

Dieser wird am erst zum Jahreswechsel eröffneten Windpark veranstaltet und wartet mit vielen Informationen aber auch ebenso vielen Gelegenheiten zum Zeitvertreib auf. „Ense von oben“, heißt es beispielsweise bei der Krantour in die Höhe. „Wir haben einen 70 Meter hohen Kran und beiten an, im Mannkorb bis nach oben zu fahren. Das wird ein einmaliger Blick über Ense“, verspricht Mitorganisator Andreas Düser. Ersetzt wird dadurch die Begehung der Windräder bis in die Spitze. „Organisatorisch wäre das nicht zu bewältigen, daher nehmen wir den Kran für den Ausblick. Ein Blick in das Innere der Anlage ist aber natürlich trotzdem möglich.“

Am Boden geht es vor allem um den Stromgewinn und dessen Nutzung. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf der neuen Energiestation, einer dauerhaften Einrichtung am Windpark. „Wir haben eine alte Röhre genommen und sind derzeit dabei die Station abschließend herzurichten. Später soll sie mal als Treffpunkt dienen“, erläutert Düser. Dazu zählt nicht nur der Blick von der Haar von bequemen Sitzgelegenheiten, sondern auch eine Ladestation für Elektroautos und E-Bikes. Diese sollen sich zukünftig an der Haar versorgen. Auch zeigt eine Anzeigentafel in Zukunft nicht nur an, wie viel Strom derzeit erzeugt wird, sondern auch, wie groß der Anteil bislang war, der in das Enser Netz eingespeist wurde.

Das Rahmenprogramm, an dem sich auch der Jugendmusikzug der Enser Feuerwehr beteiligt, bietet auch in kulinarischer Hinsicht einige Besonderheiten. „Wir haben auch Currywurst und Pommes, aber für die Abwechslung auch Suppe und Windbeutel für den süßen Zahn“, so Düser.

Welche Bedeutung die Windkraft als Teil erneuerbarer Energien für die Gemeinde besitzt, wurde kürzlich bei einem Ortstermin deutlich. „In Ense werden derzeit im Jahr 65 Millionen Kilowattstunden Strom verbraucht. Davon Zweidrittel von der Industrie und Eindrittel von den Haushalten“, führte Bürgermeister Hubert Wegener bei einem Treffen an einer der, vor einigen Monaten zwischen Ruhne und Waltringen im Rahmen des Repowerings errichteten, drei neuen Windkraftanlagen aus. Das sei die Menge, die in Ense durch „Erneuerbare Energien“ auf 668 Solar-, Windenegie-, Wasserkraft- und Biomasseanlagen produziert werde.

Für eine Kommune sei das außergewönlich und es solten die Bürger auch wissen. Allerdings bedeute das nicht, dass man in Ense autark sei, wenn nämlich Sonne und Wind ausblieben, sei das Verhältnis ein anderes. Das noch einmal herauszustellen, war Bürgermeister Hubert Wegener ein besonderes Anliegen.

Die beim Ortstermin anwesenden Mitarbeiter der Westnetz GmbH aus Arnsberg stellten heraus, dass man für die Repoweringanlagen auf der Haar eine neue, fünf Kilometer lange Zehn-KV-Stromleitung mit einem Kostenaufwand von 625000 Euro verlegt habe. - fst/hr

Quelle: Soester Anzeiger

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