Aldi-Erweiterung in Ense ist unter Dach und Fach

+
Von 800 auf 1 000 Quadratmeter will Aldi wachsen. Dafür baut man sogar das Gebäude neu.

BREMEN - Die Aldi-Erweiterung am Standort in Bremen ist unter Dach und Fach. Zumindest planerisch. Denn mit der jetzt erfolgten öffentlichen Bekanntmachung ist die notwendige Änderung des Bebauungsplanes „Am tiefen Weg“ in Kraft getreten.

Das hat Enses Beigeordneter Alfred Schmidt im Anzeiger-Gespräch erklärt. Gleichzeitig bewertete er den Schritt als einen positiven für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde Ense. Denn so sei klar: Aldi wolle in den Standort Bremen investieren, an ihm festhalten.

Überraschend kommt diese Entwicklung nicht. Denn die von Aldi vor geraumer Zeit beantragte Erweiterung von 800 auf 1 000 Quadratmeter Verkaufsfläche am vorhandenen Standort hatte alle politischen Gremien durchlaufen und war überall mit großer Mehrheit begrüßt worden. Der alte Markt soll dabei abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Verabschiedung eines Einzelhandels-Konzeptes für die Gemeinde Ense war zudem eine wesentliche Voraussetzung für die Zustimmung der Aufsichtsbehörden gewesen.

Indes: Es hatte auch kritische Stimmen gegeben. So hatte Grünen-Ratsfrau Dr. Stefani Konstanti den Erweiterungsplänen ihre Zustimmung verweigert. Sie hält eine Stärkung des „Kaufparks“ in der Ortsmitte für sinnvoller. Doch Missmut regte sich auch an anderer Stelle. So wurde sogar ein schriftlicher Widerspruch gegen die Planung eingelegt. Stefan Teichmann, Kaufmann in der benachbarten „Ense Passage“, kritisierte „die Ausmaße des Objekts“. Eine weitere Person bemängelte die fehlende Rücksichtnahme bei der Planung auf die vorhandene Wohnbebauung, befürchtete ferner „noch stärkere Müllemissoionen.“ Allerdings setzte sich die Politik auch in der entscheidenden Ratssitzung am 28. April über diese Bedenken hinweg und machte den Weg für die Aldi-Erweiterung frei. - det

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare