Alter Edeka in Niederense wird Flüchtlingsunterkunft

Weil die Gemeinde Ense mit der Zuweisung von bis zu 60 weiteren Flüchtlingen bis zum Jahresende rechnet, hat sie sich entschieden, das ehemalige Edeka-Ladenlokal in der Niederenser Grabenstraße als Unterkunft für 30 Personen umzubauen.
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Weil die Gemeinde Ense mit der Zuweisung von bis zu 60 weiteren Flüchtlingen bis zum Jahresende rechnet, hat sie sich entschieden, das ehemalige Edeka-Ladenlokal in der Niederenser Grabenstraße als Unterkunft für 30 Personen umzubauen.

Niederense - Aufgrund der weiter steigenden Zuweisungen von ausländischen Flüchtlingen wird die Gemeindeverwaltung den ehemaligen Edeka-Markt in der Grabenstraße in Niederense kurzfristig als Unterkunft für bis zu 30 Personen umbauen.

Das haben Freitag Bürgermeister Hubert Wegener und Enses Beigeordneter Alfred Schmidt im Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Um die Enser Bürger und insbesondere auch die Anwohner über die Planungen zu informieren, findet am Dienstag, 25. August, um 19 Uhr eine öffentliche Veranstaltung im Speiseraum der Hubertushalle am Heuerwerth statt. Eingeweiht in die Planungen sind bereits die Vorsitzenden der Rat im vertretenen Parteien, die Anwohner wurden bereits persönlich zu der Informationsveranstaltung eingeladen.

„Auch auf unsere Gemeinde wirken sich die enormen Flüchtlingsströme, die Deutschland derzeit erreichen, aus. In diesem Jahr wurden uns bereits 60 Personen zugewiesen, insgesamt leben nun 100 Flüchtlinge in Ense. Ich gehe davon aus, dass bis Jahresende bis zu 60 weitere Flüchtlinge nach Ense kommen“, so Bürgermeister Hubert Wegener gestern.

Bereits Anfang des Jahres hatte der Rat der Gemeinde Ense beschlossen, eine Flüchtlingsunterkunft in Bremen zu errichten, die für 30 Personen Platz bieten soll. Die aktuellen Prognosen ließen jedoch den Schluss zu, dass diese Plätze nicht ausreichend sein werden, so Hubert Wegener. In den vergangenen Wochen sei daher durch die Gemeindeverwaltung intensiv nach geeigneten Objekten gesucht. Der ehemalige Edeka-Markt in Niederense habe sich dabei als „gute Option“ erwiesen, die zudem kurzfristig umgesetzt werden könne.

Die Einrichtung dieser zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeit ist laut Bürgermeister Hubert Wegener unumgänglich: „Es geht darum, auch zukünftig eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge zu gewährleisten. Durch diesen Schritt können wir verhindern, dass mittelfristig – wie in anderen Kommunen bereits geschehen – Turn- oder Schützenhallen für die Unterbringung in Anspruch genommen werden müssen.“

Wie groß der Zuweisungsdruck ist, belegte Hubert Wegener dabei mit einer ganz aktuellen Zahl. So war der Gemeinde Ense gestern kurzfristig die Zuweisung von acht Personen angekündigt worden, einer sechsköpfigen Familie sowie zwei Einzelpersonen. Der Druck auf Gemeinden wie Ense wachse vor allem deshalb, da in immer mehr Kommunen so genannte Zentrale Unterbringungseinrichtungen oder Erstaufnahmeeinrichtungen geschaffen würden, so dass in diese Städte keine weiteren Zuweisungen erfolgten, was die Quote für die verbliebenen Kommunen erhöhe.

Während der Informationsveranstaltung am 25. August will die Gemeindeverwaltung neben den Planungen für den Umbau auch allgemeine Informationen zur Entwicklung der Flüchtlingssituation in Ense geben.

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