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Antrag für "Regional-Store" auf Freifläche neben der Flüchtlings-Unterkunft in Bremen

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Von: Detlev Stute

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Das Grundstück, auf dem das Vorhaben der beiden Enser verwirklicht werden soll, ist 2 592 Quadratmeter groß. In unmittelbarer Nachbarschaft (hinten) befindet sich die gemeindliche Flüchtlingsunterkunft. © Stute

Bremen – Interessante Idee für das freie Grundstück „An der Windmühle“ in direkter Nachbarschaft zur gemeindlichen Flüchtlingsunterkunft in Bremen: So haben zwei Enser eine Bauvoranfrage bei der Bauaufsichtsbehörde des Kreises Soest gestellt und einen Vorbescheid für die Errichtung eines fleischverarbeitenden Betriebes mit Ladengeschäft und Schulungsraum beantragt.

Das Grundstück ist 2.592 Quadratmeter groß. Befassen wird sich mit dem Vorhaben der nächste Planungs- und Umweltausschuss am kommenden Dienstag, 2. April, um 18 Uhr in öffentlicher Sitzung. 

Dabei soll die Politik die Verwaltung beauftragen, mit dem Kreis über die notwendigen Voraussetzungen für eine Genehmigung der Bauvoranfrage zu beraten. Falls für die Zulässigkeit eine Bauleitplanung durchgeführt werden muss, soll die Verwaltung beauftragt werden, den bestehenden Bebauungsplan zu ändern, um das Bauvorhaben zu ermöglichen, so die Empfehlung an die Politik aus der Rathaus-Spitze wörtlich.

In dem Betriebsgebäude, führt die Verwaltung in ihrer Vorlage für die Ausschussmitglieder weiter aus, ist ein „Regional-Store“ mit Produkten ausschließlich aus der Region geplant. In der Voranfrage ist als Gebäudenutzung unter anderem die Produktion und die Herstellung von regionalen Fleisch- und Wurstwaren festgelegt worden. Ebenfalls soll ein Schulungsraum für Kochkurse, Themenabende, Infoveranstaltungen und weitere Events entstehen. In den Räumlichkeiten sollen auch die Arbeiten für einen Party- und Cateringservice erfolgen. Eine Schlachtung ist im geplanten Betriebsgebäude dagegen nicht geplant.

Im Bebauungsplan „Am tiefen Weg“ ist die Fläche, die bereits mit einer gemeindlichen Flüchtlingsunterkunft bebaut ist, als eingeschränktes Gewerbegebiet ausgewiesen. Somit ist beispielsweise ein Cateringbetrieb nicht zulässig. Die Errichtung einer Großwäscherei oder einer Kraftfahrzeug-Reparaturwerkstatt wäre bei Einhaltung der Emissionswerte zulässig. Auf Grundlage des festgelegten Gebietscharakters ist die oben angesprochene Bauvoranfrage durch den Kreis Soest abgelehnt worden.

Die Gemeinde Ense sieht die geplante Nutzung auf der bisherigen Freifläche äußerst positiv. Aus Sicht der Wirtschaftsförderung sollte deshalb an der Zulässigkeit des Bauvorhabens der jungen Enser Unternehmer gearbeitet werden. Mit der Bauaufsicht des Kreises Soest sei daher abzustimmen, ob eine Bauleitplanung in Form einer Änderung des Bebauungsplanes notwendig ist. 

Falls notwendig, sei die Form der Änderung ebenfalls abzustimmen, heißt es seitens der Verwaltung weiter. Im Zuge einer Änderung des Bebauungsplanes ist ein Immissionsgutachten zu erstellen, um die Auswirkungen auf die umliegenden Grundstücke zu überprüfen. Spätestens wird im Rahmen des Bauantrags/der Voranfrage der Immissionsschutz durch den Kreis Soest geprüft.

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