Kindergarten-Neubau in Niederense

Anwohner-Protest gegen geplante Zuwegung 

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„Wenig Verständnis, warum auf dem relativ ‘engen’ Flurstück überhaupt ein Neubau entstehen soll“, haben die Anwohner.

Bremen - Die erste Hürde für den Bau eines neuen Kindergartens in Niederense sowie der Schaffung einer zusätzlichen Gruppe bei den „Bremer Stadtmusikanten“ ist genommen. Einstimmig nämlich segnete der Sozialausschuss entsprechende Planungen ab – allerdings mit einer bedeutsamen Änderung.

Denn die Sondersitzung am Montagabend nutzen die Anwohner der Stichstraße Schreibers Hof, um ihre Bedenken ausdrücklich nur bezüglich der Zuwegung zu dieser neuen Einrichtung deutlich zu machen.

Und in der Politik hinterließ die von 28 Personen unterzeichnete Einlassung Eindruck. So beauftragte man die Verwaltung zwar, die Planung für den zweigruppigen Kindergarten auf der gemeindeeigenen Fläche südlich des Baugebietes „Alter Kamp“ zu vergeben. Bei der Zuwegung soll aber eine andere Lösung als die bislang eben über die Stichstraße Schreibers Hof geplante favorisiert werden. 

Damit folgte der Ausschuss einstimmig einem Vorschlag der CDU. Und denkbar, dass sich hier eine Variante von der Bahnhofstraße aus auftut, wie Verwaltungsmitarbeiter Dennis Schröder andeutete.

Die Anwohner der Stichstraße Schreibers Hof sehen bei einer Zufahrt zum neuen Kindergarten direkt vor ihrer Haustür her eine „erhebliche Zunahme des Autoverkehrs“, die die ursprüngliche Nutzung als Stichstraße im Bebauungsplan damit nicht mehr gewährleiste. Alle Anwohner hätten ihre Grundstücke „im guten Glauben an die Gültigkeit des ursprünglichen Bebauungsplans erworben und sich bewusst für einen Grundstückskauf in einer ‘ruhigen’, wenig befahrenen und familienfreundlichen Stichstraße/Sackgasse entschieden“, heißt es in ihrer Stellungnahme.

Eine Nutzung des Flurstücks als Kita mit Zuwegung über die Stichstraße Schreibers Hof laufe diesem Grundgedanken „völlig zuwider.“ Und: Im gültigen Bebauungsplan sei das betreffende Flurstück als „Fläche für den Gemeinbedarf (Schule)“ ausgewiesen. Beim Kauf der Grundstücke seien die Anwohner davon ausgegangen, dass die Fläche als „Schulerweiterungsfläche“ und nicht als „Fläche für einen Kindergarten (soziale Einrichtung)“ genutzt werde. Da bis heute keine Nutzungsänderung bzw. Änderung des Bebauungsplans beantragt oder umgesetzt worden sei, sei die Kindergarten- Neubauplanung zurückzustellen. Um die Planung konkret zu beauftragen, muss zuvor die Nutzungsmöglichkeit des Grundstücks geklärt werden.

Quelle: Soester Anzeiger

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