Anzahl der Wohngeldanträge in Ense steigt spürbar

Wohngeld
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Die Zahl der Wohngeld-Anträge in Ense steigt.

Bremen – Bürgermeister Hubert Wegener rechnet neben den Einnahmeausfällen vor allem bei der Gewerbesteuer in Höhe von bis zu 4 Millionen infolge der Corona-Pandemie mit weiteren gravierenden hauswirtschaftlichen Auswirkungen

Das hat er am Dienstagabend in öffentlicher Sitzung vor den Mitgliedern des Hauptausschusses erklärt.

Dazu zählt er die fehlenden Beiträge der VHS und der Musikschule, die Beteiligung am Verlust des öffentlichen Nahverkehrs, die zu erwartende Erhöhung der Jugendamtsumlage wegen fehlender Einnahmen von Elternbeiträgen sowie den Anstieg der Sozialleistungen. Ferner sei ein Anstieg der Wohngeldanträge schon jetzt spürbar. 

Obendrein kalkuliert man mit dem Ausfall von Fördermittel von EU, Bund und Land und rechnet mit Auswirkungen durch den kommunalen Finanzausgleich. Ein zu erwartender Rückgang bei der Spendenbereitschaft der Bürger „könnte unsere Kultur- und die gesetzesunabhängigen Sozialleistungen treffen.“ 

Und nochmal Stichwort Gewerbesteuer: Bis Dienstag lagen Anträge auf Herabsetzung der Abgabe in Höhe von 500.000 Euro vor. Vor diesem Hintergrund schade „es auch keinen, wenn wir kostenaufwendige Maßnahmen um einige wenige Monate zurückstellen“, so der Verwaltungschef. Hierzu gehört für ihn der Anbau am Bauhof oder die Sanierung der Grabenstraße. Anders sei es bei der Kanalisation in der Schäferstraße in Hünningen. Hier fließe das Abwasser teilweise unkontrolliert in den Boden. Die Ausschreibung laufe zur Zeit „und diese Investition wird wie gewohnt in Ense durchgezogen.“ 

In der Unterstützung der Vereine will der Bürgermeister „nicht nachlassen. Benötigt würden „echte zusätzliche Finanzmittel.“ Indes: Man könne froh sein, in den vergangenen Jahren maßvoll gewirtschaftet zu haben. „Da werden uns unsere Rücklagen und die gut sanierte Infrastruktur eine große Hilfe sein. So sollten wir nicht so schwarz in die Zukunft schauen

Quelle: Soester Anzeiger

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