"Am Gerlinger Notweg" in Ense-Bremen 

Mehr als 1000 Jahre alt: Archäologen finden Bodendenkmal im Baugebiet

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Bei Grabungen am Gerlinger Notweg ist man auf Baudenkmäler gestoßen, die nun gesichert werden müssen.

Bremen – Bei Sondierungen auf dem Gelände des zukünftigen Baugebiets „Am Gerlinger Notweg“ in Bremen ist man auf Bodendenkmäler gestoßen, die nun ausgegraben werden sollen.

Die Funde stammen nach erster Einschätzung aus der Eisenzeit und umfassen unter anderem Feuerstellen, wie Bürgermeister Hubert Wegener am Montag im Gespräch mit dem Anzeiger erläuterte.

Über einen Dringlichkeitsbeschluss soll die Politik nun die erforderlichen Mittel für die möglichst zeitnahe Sicherung der Bodendenkmäler bereit stellen, um so keinen vermeidbaren Zeitverzug bei der Verwirklichung des Baugebietes zu riskieren. Zurzeit wird geprüft, ob diese Kosten eine Erhöhung der Baukostenbeträge auslöst.

Bei den Funden soll es sich allerdings nicht um eine in dem Bereich vermutete Sühnekapelle handeln, wie Professor Dr. Michael Baales, Leiter der LWL-Außenstelle für Archäologie in Olpe, mitteilte. 

Wie berichtet, soll „Am Gerlinger Notweg“ in Bremen ein Baugebiet mit 20 Grundstücken entstehen. Und im Zuge der Planungsvorstellung war auch mitgeteilt worden, dass der Landschaftsverband Westfalen-Lippe das Areal auf Bodendenkmäler hin untersuchen werde. Und das ist nun geschehen, wurde in einer Tiefe von rund 40 Zentimetern der Mutterboden abgenommen. Das circa 1,8 Hektar große zukünftige Baugebiet befindet sich am nördlichen Ortsausgang von Bremen, unmittelbar östlich der Kreisstraße 8 „Ruhner Weg“. Im Osten schließt sich das Wohnbaugebiet „Wolfsheide III“ an. Südlich wiederum befinden sich die Wohnbaugebiete „Buchenweg“ und „Seinersweg II.“ 

Und Ziel der Planung ist es, den kurz- und mittelfristigen Bedarf an Wohnraum gerade in Bremen zu decken. Das Baugebiet soll über den Ruhner Weg erschlossen und mit dem Bischof- Plöger-Ring verbunden. Im Aufstellungsverfahren wurde bis dahin nur die frühzeitige Beteiligung gemäß des Baugesetzbuches durchgeführt. Die Beschlüsse für die Auslegung der Bauleitpläne werden zur Zeit vorbereitet. Da die Archäologen längere Zeit das Gelände nicht untersuchen konnten wegen Kampfmittelräumung, hat sich das Verfahren verzögert.

Quelle: Soester Anzeiger

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