Umweltausschuss einstimmig gegen Fällung der 16 Ahornbäume am Starenweg in Parsit  

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Bleiben stehen: Für die Fällung der 16 Ahornbäume am Starenweg sieht die Politik „keine Notwendigkeit“.

Bremen – Die 16 Ahornbäume am Starenweg in Parsit werden nicht gefällt und durch andere Bäume ersetzt. Einstimmig hat sich der Planungs- und Umweltausschuss am Donnerstagabend gegen den vorliegenden Antrag auf „Baumaustausch“ ausgesprochen und damit für Beifall im Zuschauer-Bereich gesorgt.

So gebe es für einen „Baumaustausch“ „keine Notwendigkeit“ machten Sprecher von CDU, SPD, BG und Grünen deutlich. Gleichwohl erkenne man durchaus einen „erhöhten Pflegebedarf“, so dass man die Situation im Auge behalten müsse. Allerdings käme im Zweifel nur ein „fachlich angemessener Pflegeschnitt“ in Frage.

Andreas Vetter (BG) und Willi Lakenbrink (SPD) gingen noch weiter. Folge man dem Antrag, dann öffne man ähnlichen Ansinnen Tür und Tür. „Es darf nicht so kommen, dass wir dem Antrag zustimmen“, so Willi Lakenbrink. 

Der politischen Diskussion war eine mitunter emotionale Einwohnerfragestunde vorausgegangen, in der sich – bis auf eine Ausnahme – die Bürger gegen das Fällen der Ahornbäume aussprachen. Allein Rainer Textor warb für den „Baumaustausch“. Er stellte zu Beginn sogar einen Befangenheits-Antrag gegen den Ausschuss-Vorsitzenden Horst Brauckmann (SPD). Dieser wurde aber von Bürgermeister Hubert Wegener als nicht zulässig abgelehnt.

Apropos Bürgermeister: Hubert Wegener nutzte die Sitzung zum einen, um die Chronologie des Antrags und die Sachdarstellung der Verwaltung vorzutragen. Er machte zudem klar, dass der Kanal durch die Bäume nicht belastet werde. Zum anderen übte der Verwaltungschef Kritik am Anzeiger und seiner Berichterstattung. Durch die wiederholten Anfragen, ob die Verwaltung angesichts der Entwicklung im Laufe der zurückliegenden Woche ihre Zurückhaltung bezüglich einer Beschlussempfehlung nicht aufgegeben wolle, und durch den Kommentar vom 13. Februar unter dem Titel „Verwaltung muss Flagge zeigen“, habe er sich „unter Druck gesetzt gefühlt“.

Quelle: Soester Anzeiger

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