Bahnhofstraße: „Werden das beobachten“

„Unfallträchtig“ ist die Kreuzung vor dem neuen Edeka an der Bahnhofstraße nicht für die Polizei. Die Verwaltung will gleichwohl die Situation im Auge behalten, zumal durch den Lebensmittel-Vollversorger und die baldige Freigabe der Steetsbergbrücke der Verkehr noch weiter zunehmen könnte.
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„Unfallträchtig“ ist die Kreuzung vor dem neuen Edeka an der Bahnhofstraße nicht für die Polizei. Die Verwaltung will gleichwohl die Situation im Auge behalten, zumal durch den Lebensmittel-Vollversorger und die baldige Freigabe der Steetsbergbrücke der Verkehr noch weiter zunehmen könnte.

NIEDERENSE -  „Wir werden das beobachten und uns Gedanken machen. Einfach aber wird das nicht.“ Und was Bürgermeister Hubert Wegener damit meint, ist die Verkehrssituation an der Bahnhofstraße vor dem neuen Edeka-Markt bzw. die Suche nach einer angemessenen Lösung des Problems.

Denn eines zeichnet sich ganz offenkundig immer deutlicher ab: die Zunahme des Verkehrs in dem Kreuzungsbereich, seit der Vollsortimenter Ende September seine Türen geöffnet hat. Und so wird der Ruf nach einer Entspannung der Situation immer lauter, zumal es erst zu Wochenbeginn zu einem Unfall gekommen war. Indes: Für die Polizei sei die Kreuzung noch keine „unfallträchtige Stelle“, wie Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger aus Unterredungen mit den Behörden mitteilen konnte. Dennoch will man im Rathaus nicht resignieren und hat eine erste Idee bereits entwickelt.

So hat Bürgermeister Hubert Wegener bei einem Termin mit dem Landesbetrieb Straßen NRW die Planung für einen weiteren Kreisverkehr auf der Bahnhofstraße „angestoßen“. Allerdings: Auch wenn das Vorhaben grundsätzlich „nicht negativ aufgenommen“ worden ist – Hoffnung auf eine rasche Realisierung des Vorhabens hat man dem Enser Verwaltungschef auch nicht unbedingt gemacht. Zumal gleich drei Verfahrensbeteiligte in dieser Frage „unter einen Hut“ gebracht werden müssen: den Landesbetrieb Straßen NRW, den Kreis Kreis Soest und die Gemeinde selber. Deshalb dürfe man nicht mit einer zügigen Verwirklichung des Wunsches rechnen, hatte er schon im Sommer erklärt.

Gleichwohl: Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme des Edeka-Marktes auf dem so genannten „Filetstück“ und der ebenfalls noch in diesem Jahr vorgesehenen Freigabe der neuen Steetsbergbrücke könnte im wahrsten Sinne des Worte Bewegung in die Angelegenheit kommen. Denn die Verwaltung werde die dann neu entstandene Situation nutzen und die Verkehrsströme erneut sehr genau unter die Lupe nehmen und analysieren, kündigte Bürgermeister Hubert Wegener an. Und ergäbe sich, dass die Belastung der Kreuzung durch das möglicherweise erhöhte Fahrzeugaufkommen in ihrem bisherigen Ausbau nicht mehr ausreiche bzw. das Gefährdungspotenzial steige, dann werde man den Vorstoß bezüglich eines Kreisverkehrs an dieser Stelle nochmals untermauern.

In der Politik dürfte der Verwaltungschef mit seinem Vorstoß offene Türen einrennen. Denn immer wieder war in der Vergangenheit zu hören gewesen, dass gerade dieser Kreuzungsbereich entschärft werden müsse. Und auch bei den Niederensern müsste die Idee gut ankommen. Bei Bürgerversammlungen – nicht zuletzt bei der im Zuge der Edeka-Verwirklichung – war immer wieder der Ruf nach einem Kreisel an dieser Stelle laut geworden. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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