Niederense

Baurecht für neuen Kindergarten geschaffen  

+
Eine Zuwegung über die Einfahrt zur Bäckerei Jürgens wäre genehmigungsfähig. Die Verwaltung aber weist auf notwendigen Grunderwerb, den Abriss eines vorhandenen Gebäudes, den Bau einer zusätzlichen Straße auf einer Länge von 80 Metern sowie die Schaffung von acht Stellplätzen. Kosten: 80 000 Euro, ohne dass der Grunderwerb hier bereits eingerechnet sei.

Niederense - Das Baurecht für den geplanten neuen zweigruppigen Kindergarten im „Alten Kamp“ ist hergestellt. Bei einer Enthaltung von SPD-Ratsherr Willi Lakenbrink hat der Planungsausschuss die notwendige Änderung des Bebauungsplanes auf den Weg gebracht. Ausdrücklich nicht abgestimmt wurde dabei über die Frage der Zuwegung.

Und damit steht fest: Auf der im Eigentum der Gemeinde befindlichen Fläche südlich des Baugebiets „Alter Kamp“ kann nun ein Kindergarten errichtet werden, da diese notwendige eindeutige Festlegung im Bebauungsplan jetzt erfolgt ist.

Offen dagegen ist die Zuwegung, die laut Verwaltung über die Stichstraße „Schreibers Hof“ erfolgen soll, wogegen die Anwohner sich allerdings wehren.

Dabei präsentierte die Verwaltung am Dienstagabend denkbare Varianten in Sachen Zuwegung, die die Stichstraße entlasten würden: Und rein theoretisch möglich ist danach eine Zufahrt von der Bahnhofstraße aus zum zukünftigen Kindergarten nur wenige Meter vor der Einmündung zum Bernhardusplatz. Allerdings würde der Kreis hierfür keine Genehmigung erteilen, so dass diese Idee – abseits des ohnehin noch zu tätigen Grunderwerbs sowie des notwendigen Straßen- und ParkplatzBaus – nicht zum Tragen kommen kann.

Anders sieht es aus bei einer Variante, die eine Zufahrt ebenfalls von der Bahnhofstraße und zwar über die Einmündung zur Bäckerei Jürgens vorsieht. Hier würde der Kreis seine Zustimmung geben. Aber auch hier wäre Grunderwerb erforderlich, der Abriss eines vorhandenen Gebäudes, der Bau einer zusätzlichen Straße auf einer Länge von 80 Metern sowie die Schaffung von acht Stellplätzen. Kosten: 80 000 Euro, ohne dass der Grunderwerb hier bereits eingerechnet ist.

Theoretisch und genehmigungstechnisch möglich wäre ferner eine Zuwegung auch über die bisherige Zufahrt Bernhardusplatz und dann rechts vorbei am Schulgebäude. Auch hier allerdings fielen die beschriebenen Mehrkosten an, käme es zudem zu einer zusätzlichen Belastung der Zufahrt zur Bernhardusschule und einer Beeinträchtigung des Wohnhauses Bernhardusplatz 2. 

Fazit für die Verwaltung, die dabei den Kreis Soest zitiert: „Grundsätzlich stellt die Erschließung über die Straße ‘Schreibers Hof’ die wirtschaftlichste und praktikabelste Lösung dar. Der Schul- und der Kindergartenverkehr sollten sich nicht überlagern.“ Obendrein stellen für die Rathausspitze die Alternativen keine Verbesserung dar, sondern verlagerten das Problem nur. Und: Die „Alternativen stellen durch Grunderwerb und Straßenbau enorme Mehrbelastungen dar“, die nicht förderfähig sind.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare