CDU bestätigt Silvia Klein und spricht sich für Betriebs-Kindergarten in Ense aus 

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Geschlossenheit demonstrierte die CDU bei den Wahlen zum Parteivorstand. Silvia Klein (vierte vorne von links) wurde für zwei weitere Jahre als Chefin von den anwesenden 40 Mitgliedern einstimmig bestätigt.

Bremen - Die CDU unterstützt die Idee eines Betriebs-Kindergartens „ausdrücklich“ und geht mit großer personeller Geschlossenheit in den Kommunalwahlkampf 2020.

Denn die gute Stimmung in der Partei drückte sich in der Mitgliederversammlung am Mittwochabend in der „Alten Post“ vor allem in den Wahlen zum Vorstand aus.

So führt Silvia Klein die CDU für weitere zwei Jahre mit uneingeschränkter Rückendeckung der Basis. Gleiches bzw. ähnliches gilt für die ebenfalls bestätigten stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Aukthun, Frank Bering, Georg Busemann und Thomas Stock, den Kassierer Dirk Häken und Schriftführerin Kristin Greune. Neu im geschäftsführenden Vorstand ist Andreas Vonnahme, der den bisherigen Geschäftsführer Andreas Brasse ablöst und zudem das Amt des Mitgliederbeauftragten übernimmt. Zusätzlich rückt Armin Müller in die enge Führung durch die frisch geschaffene Position des Medienbeauftragten auf. Breite Zustimmung erhielten zudem die 16 Beisitzer.

Inhaltlich will die CDU einen Schwerpunkt auf die Erstellung des beschlossenen Gemeindeentwicklungskonzeptes legen. Hierbei, so Silvia Klein, werde es darum gehen, „den für Ense maßgeschneiderten Kompromiss zwischen Landgemeinde – mit all ihren unbezahlbaren Vorteilen und Industriestandort – mit all seinen ökonomisch sehr klar und deutlich zu benennenden Vorteilen – zu finden.“ Auch wenn das „nicht ganz leicht“ werde, so ist Silvia Klein überzeugt: „Zusammen schaffen wir das.“ 

Für die Partei ferner wichtig: „Wir wollen, dass in allen Ortsteilen Bauland für unsere Kinder zur Verfügung gestellt wird. Hier geht es nicht um Flächenversiegelung auf Teufel komm’ raus. Aber die junge Generation braucht auch ihr eigenes Stück Heimat in unserer Gemeinde.“ Ein Auge habe man zudem auf die „Fortentwicklung der Industrie- und weiterer Wohngebiete und sich daraus ergebende Verkehrsströme. Sehr aufmerksam verfolgt man in der CDU die Geburtenzahlen sowie die Anmeldezahlen in den heimischen Schulen und Kindergärten. „Ense braucht ein dem tatsächlichen Bedarf entsprechendes Bildungsangebot für unsere Kinder in jedem Alter“, so Silvia Klein. Vor diesem Hintergrund unterstütze man den von Bürgermeister Hubert Wegener vor wenigen Tagen im Anzeiger ins Spiel gebrachten und schon vor geraumer Zeit diskutierten Vorschlag eines Betriebs-Kindergartens „ausdrücklich“. 

Fraktionschef Heinrich Frieling griff – wie schon vor der Seniorenunion in der Vorwoche – das Thema der Beiträge nach dem Kommunalabgabegesetz (KAG) auf und lehnte eine komplette Streichung ab. Allerdings werde man über eine Anpassung der Beitragssätze reden müssen, da die Baukosten in den vergangenen Jahren gestiegen seien. Mit Blick auf die Diskussion um die Erhöhung des Gewerbesteuer-Hebesatzes räumte der Vorsitzende der CDU-Ratsmannschaft ein, dass die Kampfabstimmung um die Anhebung um einen Punkt ein „Streit um des Kaisers Bart“ gewesen sei. Dennoch halte er auch heute noch daran fest, dass eine Steuererhöhung das falsche Signal gewesen wäre.

Quelle: Soester Anzeiger

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