Bewegender Abschied von Dirigent Michael Rebein

Michael Rebein nahm ein letztes Mal den Taktstock der Bremer Musikzüge in die Hand.

BREMEN -  Mit dem traditionellen Jahreskonzert der Musikzüge Bremen der Freiwilligen Feuerwehr Ense und der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft als Veranstalter endete am Samstag in der Bremer Schützenhalle eine mehr als zehnjährige Ära.

Mit der Leitung seines elften vorweihnachtlichen Konzertes legte Musikzugleiter Michael Rebein den Taktstock in Bremen endgültig aus der Hand. Seit gut einem Jahr, seit der letzten Jahresversammlung des Musikzugs, mussten sich die Musiker auf diesen Abschied einstellen. Das Motto des Konzertes stand daher unter dem Motto „Highlights des vergangenen Jahrzehnts“. Diese Wiederaufführung zahlreicher musikalischer Höhepunkte ließen sich sehr viele Enser natürlich nicht entgehen.

Für das erste musikalische Glanzlicht sorgten – wie in jedem Jahr – die Mitglieder des Jugendmusikzuges unter der Leitung von Laura Fabri. Die jungen Musiker zeigten eindrucksvoll ihr Können auf mit den Musikstücken „Above and Beyond“, „Accidentally“, „Amazing Grace“ und Musik aus den Harry-Potter-Filmen. Der Nachwuchsmusikzug erhielt nicht nur von seinen anwesenden Familien, sondern von allen Zuhörern verdienten Applaus. In den drei Jahren seit der Gründung haben sich die Instrumentalisten in jedem Jahr mit ihren Ansprüchen an Schwierigkeitsgrad und Präsentation enorm gesteigert.

Wortgewandter Redner

Großen Vorschuss-Beifall erhielten schon beim Einzug das große Orchester samt seines Dirigenten. Der „Florentiner Marsch“ leitete einen langen Abend mit schönen und außergewöhnlichen Musikstücken ein. Michael Rebein bewies dabei einmal mehr, dass er nicht nur den Taktstock schwingen kann, sondern auch ein wortgewandter Redner ist, denn er kommentierte die musikalischen Darbietungen wieder mit humorvollen und informativen Worten.

Musik aus den Filmreihen „Lord of the Rings“, „Der Hobbit“ und „Fluch der Karibik“ beeindruckten die Zuhörer. Zur gedanklichen visuellen Vorstellung des „Schloss Orth“ lud das gleichnamige Stück anschließend die Konzertbesucher ein. Begeisterten Beifall und Anerkennung gab es bei „Celtic Flutes“ für die Flötistinnen Mirjam Schrage und Sabine Klebsattel. Danach ging es erst einmal in eine 15-minütige Pause, Zeit für einen kleinen Imbiss.

Abendsegen aus Hänsel und Gretel

Mit den Titeln „Arsenal“ und „Oregon“ startete das Orchester in den zweiten Programmteil. Nach der anschließenden Stippvisite im Untergrund des Pariser Opernhauses mit Melodien aus dem Musical „Phantom der Oper“ ließen sich die Konzertbesucher von den Musikern mit dem gemeinschaftlichen Singen von „Leise rieselt der Schnee“ und „Oh du Fröhliche“ auf das kommende Weihnachtsfest einstimmen. Und emotional ging es weiter, denn einige Wegbegleiter der Dirigentenzeit von Michael Rebein verabschiedeten ihn auf der Bühne.

Nicht nur die Musiker, sondern auch die Zuhörer werden seine Amtszeit sicherlich nie vergessen. Dazu passte dann auch der Titel „Never Forgotten“ aus dem Musical „Haiku No. 14“. Mit „Rudolph the red-nosed Reindeer“ und dem Abendsegen aus Hänsel und Gretel „Abends wenn ich schlafen geh“ wurde das Musikprogramm beendet. Natürlich wollten viele Besucher anschließend noch beim gemütlichen Beisammensein die Gelegenheit zum persönlichen Abschied von Michael Rebein nutzen.

Quelle: Soester Anzeiger

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