Blaue Tonnen werden erst nächste Woche abgefahren

+
In Ense bleiben zumindest in dieser Woche die blauen Tonnen stehen – der Vertrag mit der Firma Tappe ist gekündigt. ▪

ENSE ▪ Erst in der kommenden Woche können die blauen Tonnen mit Altpapier in Ense geleert werden – die ESG hat einen Schlussstrich gezogen und die Zusammenarbeit mit der Firma Tappe aufgekündigt.

Hieß es bis Mittwoch noch, die Bürger sollten die blaue Tonne am Straßenrand stehen lassen, weil noch in dieser Woche abgefahren werden sollte, kam am Mittwoch im Laufe des Vormittags die Kehrtwende. Gabi Graute-Wilms von der Entsorgungswirtschaft Soest (ESG) fordert nun alle Enser auf, die blauen Tonnen zurück aufs Grundstück zu holen, weil die Firma Tappe die Abfuhr nicht durchführen kann. Ihren Angaben zufolge führt die ESG inzwischen Gespräche mit der Firma Veolia, die möglichst in der kommenden Woche bereits die blauen Tonnen abfahren soll. Darüber hinaus hofft die ESG, dass es gelingt, langfristige Verträge mit der Firma über die Papier-Abfuhr zu schließen.

Als „sehr bedauerlich“ bezeichnete Franz-Josef Vonnahme, Beigeordneter der Gemeinde Ense, die nicht erfolgte Altpapierabfuhr. „Die Bürger haben kein Verständnis dafür“, meinte er und wies darauf hin, dass die Gemeinde Ense bereits im vergangenen Jahr ihre Verträge für Bio- und Restmüll mit der Firma Tappe nicht verlängert habe, weil eine Insolvenz vorgelegen habe.

Für Ense habe die ESG die Entsorgung von Altpapier übernommen und die Verträge mit Tappe abgeschlossen.

Wie es überhaupt weiter gehe mit der Müllabfuhr, stehe momentan in den Sternen. Hier verwies er auf die Landtagswahlen und darauf, dass ein neues Kreislaufwirtschaftsgesetz einige Veränderungen mit sich bringen könne. Deshalb habe Ense mit der Firma H&P, die zurzeit Bio- und Restmüll in Ense abfährt, auch nur einen Vertrag bis zum Ende des Jahres 2012 geschlossen. „Wir können uns derzeit nicht beklagen“, so Franz-Josef Vonnahme über die Zuverlässigkeit der jetzt beauftragten Firma.

Er hoffe, dass die ESG für die Abfuhr der blauen Tonne in Ense eine zeitnahe Lösung finden werde. ▪ uhu

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare