„Brückenprojekt“ für Flüchtlingskinder gestartet

+
Die Einrichtung der neuen Spielgruppe, die Christa Diek (dritte von rechts) leitet, wurde im Wesentlichen gespendet.

Bremen - Wie tragfähig die „Brücke“ ist, werden die kommenden Wochen und Monate zeigen. Allerdings sind die Fundamente für das Projekt gleichen Namens durchaus stabil, um im Bild zu bleiben. In dieser Woche jedenfalls ist das Betreuungsangebot für junge Flüchtlingskinder in den Räumlichkeiten in direkter Nachbarschaft zum Kindergarten „Bremer Stadtmusikanten“ gestartet.

Und mit Tagesmutter Christa Diek aus Büderich eine Fachkraft gefunden, die von nun an dreimal in der Woche für jeweils drei Stunden die Mädchen und Jungen nicht nur betreuen, sondern im günstigsten Fall auf den Besuch in einem Regel-Kindergarten vorbereiten soll.

„Brückenprojekt“ heißt dabei das Angebot der zu 100 Prozent vom Land geförderten Maßnahme, bei der Flüchtlingskinder zwischen 0 und 6 Jahren mit ihren Eltern Schritt für Schritt auf den Besuch in einem Kindegarten vorbereitet werden sollen. Die Gruppe soll nicht größer als sechs Kinder sein, deren Betreuung von einer Fachkraft übernommen werden. Befristet ist das „Brückenprojekt“ zunächst auf ein Jahr, danach müsse man anhand des Bedarfs sehen, ob eine Verlängerung sinnvoll erscheint.

Sechs Flüchtlingskinder angemeldet

In dem ganz konkreten Enser Fall ist das „Brückenprojekt“ an das Familienzentrum „Lummerland“ in Lüttringen angeschlossen, wie Enses Sozialarbeiterin Brigitte Kösling erläuterte. Sechs Flüchtlingskinder sind angemeldet, wobei die Maßnahme im Laufe der kommenden Wochen und Monate sicher noch wachsen. Und auch wenn man keine strengen Vorgaben machen möchte, wie lange die Flüchtlingskinder in dem Projekt verbleiben können, so sei schon angedacht, dass die betroffenen Mädchen und Jungen zumindest das letzte Kindegartenjahr vor der Einschulung in einer regulären Einrichtung verbringen sollen, wie Andrea Vinkemeier. Leiterin des Familienzentrums „Lummerland“ gestern deutlich machte.

Die Einrichtung der neuen Spielgruppe, die ein weiterer Baustein bei der Integration von Flüchtlingen sein soll, wurde hauptsächlich gespendet von den Kindergärten „Lummerland“ in Lüttringen und „Pusteblume“ in Parsit.

Christa Diek betreut als Tagesmutter ab sofort die Flüchtlingskinder immer montags, mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr im „Brückenprojekt“. Ob im Laufe des Jahres ein zweites hinzukommen wird, das hängt von einem möglichen Bedarf ab. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber gibt es keine konkreten Überlegungen, die Maßnahme auszudehnen.

Quelle: Soester Anzeiger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare