Bücherbus: Ulrich Häken regt „ideologiefreie Diskussion“ an

Der Bücherbus muss wohl bald ersetzt werden, mutmaßt Ulrich Häken. Das ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Bremen - Ulrich Häken, Fraktionschef der CDU im Kreistag und einer von sechs parteiinternen Kandidaten, die sich im kommenden Jahr für die CDU um ein Mandat im Deutschen Bundestag bewerben wollen, regt eine „ideologiefreie Diskussion“ um die Notwendigkeit des Bücherbusses an.

Das hat der Kommunalpolitiker aus Bremen im Anzeiger-Gespräch angekündigt. Und Hintergrund für diesen Vorstoß: Der Zustand des Fahrzeuges lasse erwarten, „dass sein Betrieb in Kürze einzustellen ist und etwas Neues eigentlich her müsste“, so der Christdemokrat. Mithin sieht Ulrich Häken die Politik in der Pflicht sich zu positionieren. Das aber, so der Christdemokrat, solle nicht über die Köpfe der Betroffenen hinweg geschehen, sondern im Dialog mit ihnen. Deshalb und weil „die Entscheidung nicht einfach ist, regt er an, sich mit ihm in Verbindung zu setzen, ihm zu schreiben und verspricht, dass die Einlassungen und Vorschläge neben seinen eigenen Ideen „in unsere politische Bewertung mit einfließen“.

Bekanntlich macht der Bücherbus des Kreises Soest regelmäßig mehrmals im Jahr Station in nahezu allen Ortsteilen der Gemeinde, so dass die Enser von einer Entscheidung über das Angebot direkt betroffen sind. Kreisweit sind es dabei gut 3 000 Menschen, die den Bücherbus nutzen, was einem Anteil von einem Prozent der Bevölkerung entspreche, so der Politiker. Allerdings verursache der Bücherbus auch einen Kostenblock von etwa 200 000 Euro im Jahr. Und selbst wenn Ulrich Häken die Debatte um einen Fortbestand des Angebots vorurteilsfrei führen möchte, so verhehlt er nicht: „Ein Fortbestehen kann nur gelingen, wenn die Kosten minimiert werden.“

Die Anschaffungskosten für einen neuen Bücherbus beziffert Ulrich Häken auf circa 400 000 Euro, der aktuelle Fördersatz liege bei 50 Prozent, so dass der Kreis Soest 200 000 Euro bei einer Neuanschaffung aufbringen müsste. Unterstelle man einen Abschreibungszeitraum von 20 Jahren, so könnte man den Wert von 10 000 Euro im Jahr über Sponsoren „verkraftbar machen“, die jährlichen Fixkosten von ca. 200 000 Euro für den Betrieb aber seien eben „Knackpunkte für den Entscheidungsprozess“, führt er aus.

Quelle: Soester Anzeiger

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