Bürgerbüro in Niederense schließt am 1. November

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Ende absehbar: Das Bürgerbüro in der Poststraße in Niederense schließt zum 1. November.

NIEDERENSE -  Die Tage des Bürgerbüros in der Poststraße in Niederense sind gezählt. So wird das „kleine Rathaus“ zum 1. November endgültig geschlossen.

Das hat Bürgermeister Hubert Wegener im Gespräch mit dem Anzeiger angekündigt und setzt damit einen Ratsbeschluss aus dem vergangenen Dezember um. Bekanntlich hatte das Parlament auf Initiative der Verwaltung dem Aus für das Bürgerbüro spätestens zum 31. Dezember diesen Jahres zugestimmt. Allein den exakten Zeitpunkt hatte man damals noch offen gelassen. Und den liefert der Verwaltungschef nun nach.

Grund für die Entscheidung, das Bürgerbüro in der Poststraße zu schließen, waren finanzielle Aspekte. Von 30 000 Euro, die einzusparen seien, war bei der Diskussion um das Vorhaben stets die Rede. Wobei die angekündigte Reduzierung der Personalkosten sich aus der Tatsache ergebe, dass die Mitarbeiter des Bürgerbüros ins Rathaus wechseln und dort dann wiederum freiwerdende Stellen übernehmen, die ansonsten nicht wieder besetzt werden würden, so Bürgermeister Hubert Wegener damals.

Allerdings hatte auch die Nutzung des Bürgerbüros spürbar nachgelassen. So besuchten beispielsweise im September 2012 nur 86 Prozent das Bürgerbüro, im Jahr 2011 waren es zum gleichen Zeitpunkt noch 151 Besucher gewesen. Vor allem Menschen zwischen 25 und 60 suchen dort Hilfe bei erforderlichen Behördengängen.

Ferner hatte die Verwaltung in ihrer Begründung für die Bürgerbüro-Schließung stets angeführt, dass der Mietvertrag für das Gebäude auslaufe und seitens des Vermieters wohl auch nicht mehr verlängert werde.

Im politischen Raum wusste Bürgermeister Hubert Wegener mit seinen Argumenten zu überzeugen. In der Ratssitzung Anfang Dezember des vergangenen Jahres stimmten alle Abgeordneten für die Maßnahme.

Alternative Überlegungen, das Bürgerbüro in den Gesellschaftsraum der in direkter Nachbarschaft entstehenden Anlage für Betreutes Wohnen zu verlegen, erteilte Bürgermeister Hubert Wegener eine ebenso rasche wie unmissverständliche Absage.

Wobei die Schließung des Bürgerbüros in Niederense nicht die einzige Einschränkung im Bürgerservice bleiben sollte. Auch die Öffnungszeiten des Bürgerbüros im Rathaus in Bremen fielen zwischenzeitlich dem „Rotstift“ zum Opfer. Seit Februar diesen Jahres stehen die Mitarbeiter dort nur noch montags über Mittag den Besuchern zur Verfügung. Auch dies sollte angesichts leerer Kassen ein Beitrag zur Haushaltskonsolidierung sein, wie es heiß. Allerdings hatte zuvor auch die Gemeindeprüfungsanstalt darauf hingewiesen, dass die Öffnungszeiten in den beiden Bürgerbüros der Gemeinde Ense im Vergleich mit anderen Kommunen durchaus als großzügig bezeichnet werden könnten. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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