Bürgerbüro in Niederense steht „auf der Kippe“

NIEDERENSE ▪ Die Existenz des Bürgerbüros in der Niederenser Poststraße steht „auf der Kippe“.

Und das aus gleich drei Gründen: Zum einen sei die Nutzung im September „erheblich zurückgegangen“, zum anderen ist nicht sichergestellt, ob das Gebäude auf Dauer noch von der Verwaltung genutzt werden kann. Außerdem hätten sich die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde „dramatisch verschlechtert“. Daher müssten die Standards und Dienstleistungen überprüft werden. Eine Entscheidung über die Fortführung des Bürgerbüros werde der Gemeinderat voraussichtlich im Dezember treffen.

Das jedenfalls hat Bürgermeister Hubert Wegener am Rande der Eröffnung des „Allerheiligenmarktes“ in Niederense am Sonntagmorgen mitgeteilt. Dabei ließ er am Montag im Gespräch mit dem Anzeiger offen, ob eine mögliche Schließung am Ende direkt von der Verwaltung oder über den „Arbeitskreis Haushaltsstrategie“ empfohlen werde. Bekanntlich sitzen in dem Gremium Politiker aller im Rat vertretenen Parteien sowie der unabhängige Ratsherr Franz Freitag und die Rathausspitze.

Das „Kleine Rathaus“, wie das Bürgerbüro in Niederense genannt wird, ist bisher montags in der Zeit von 8 bis 12 und von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet. Donnerstags steht es Besuchern von 13 bis 17 Uhr und an Freitagen von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung.

Damit unter anderem nach einer denkbaren Schließung künftig Niederenser, die nicht motorisiert sind, das Rathaus in Bremen erreichen können, sei die Gemeinde dabei, mit Hilfe von Sponsoren ein neues Fahrzeug für die „Freiwilligen Agentur“ anzuschaffen, um den Transport sicherzustellen, so Bürgermeister Hubert Wegener weiter. Das Fahrzeug würde im Niederenser Feuerwehrgerätehaus stationiert, von der Löschgruppe gepflegt und von ihr mitgenutzt werden. Es solle ferner auch den Messdienern und anderen Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Überraschend kommt die Diskussion um die Zukunft des Bürgerbüros in Niederense dabei nicht. Denn bereits im April hatte der Gemeinderat über den Standort debattiert, nachdem die Gemeindeprüfungsanstalt von einem großzügigen Service in diesem Zusammenhang gesprochen hatte (wie berichtet).

So war angemerkt worden, dass man in Ense im Vergleich zu anderen Kommunen nicht nur sehr weitgehende Öffnungszeiten im Bürgerbüro offeriere. Nicht aus dem Auge verloren werde dürfe, dass man mit Bremen und Niederense gleich zwei Standorte für diese Angebot vorhalte, hatte man Rat und Verwaltung damals schriftlich wissen lassen

Quelle: Soester Anzeiger

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