Bürgerinitiative gegen geplante Umgehung in Bremen gegründet

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Gut 30 Anwohner aus den Bremer Wohngebieten Wolfsheide I, II, III und IV haben sich zu einer Bürgerinitiative gegen die Umgehung zusammengeschlossen.

Bremen/Ruhne - Der Widerstand gegen die im Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes 2016 bis 2030 verankerte Ortsumgehung Bremen/Ruhne wird immer massiver. So hat sich nach dem Protest von Anwohnern aus Ruhne und Gerlingen jetzt auch in Bremen eine Bürgerinitiative mit dem Ziel gegründet, den Bau der Straße zu verhindern.

So trafen sich – ausgelöst durch die Anzeiger-Berichterstattung zur geplanten Ortsumgehung B 516 Bremen]Ruhne – am Donnerstagabend gut 30 „interessierte, verunsicherte und besorgte Bürger“ aus den Bremer Wohngebieten Wolfsheide I, II, III und IV, um sich im Widerstand gegen das im Entwurf des Bundesverkehrswegesplanes nachzulesende Vorhaben zusammenzuschließen. Dabei stehen bereits seit einigen Tagen mehrere Anwohner „in engem Kontakt mit den protestierenden Ruhnern, um Erfahrungen auszutauschen, aber auch um mögliche nächste Aktionen „gezielt zu koordinieren“, wie es gestern gegenüber dem Anzeiger hieß. Darüber hinaus habe sich die neugegründete Bürgerinitiative rechtlichen Beistand geholt. Als erste Maßnahme soll eine Unterschriftenliste erstellt werden, die Bürgermeister Hubert Wegener im Rahmen seiner Sprechstunde im Ruhner Dorfheim am kommenden Montag, 25. April, um 19 Uhr überreicht werden soll. Damit, so die Organisatoren, wolle man „die Betroffenheit“ der Anwohner in den Bremer Wohngebieten ob der vorhandenen Planungen unterstreichen, die „bisher kaum beachtet oder benannt“ worden sei, wie man ausführt. Weiterhin werde an einem Text für eine Stellungnahme gearbeitet, die dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) fristgerecht bis zum 2. Mai 2016 zugesandt werden soll, um im Konsultationsverfahren berücksichtigt zu werden.

Die Bürgerinitiative will aber auch den Dialog zur Gemeinde Ense suchen, um einen festen Ansprechpartner im Rathaus zu bekommen und den Informationsaustausch „in beide Richtungen nachhaltig zu verbessern“.

Und damit formiert sich ab sofort von zwei Seiten Widerstand gegen die im „vordringlichen Bedarf“ des Entwurfs zum Bundesverkehrsentwicklungsplan 2016 bis 2030 festgeschriebene Umgehung. Denn bekanntlich regt sich in Ruhne und Gerlingen seit längerem Protest. Und dort hat man auch schon eine Stellungnahme gegen das Vorhaben formuliert, der man sich durch Unterschrift im Ruhner Dorfheim am morgigen Sonntag in der Zeit von 10.30 bis um 13 Uhr noch anschließen kann.

Quelle: Soester Anzeiger

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