Bürgermeister für Ense

Kandidat Rainer Busemann ist auf Unterschriftenfang

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Rainer Busemann will Bürgermeister von Ense werden und sammelt dafür Unterschriften.

Auf den Gang von Haus zu Haus verzichtet Rainer Busemann während der Corona-Pandemie lieber. Der unabhängige Bürgermeisterkandidat muss dennoch 135 Unterschriften in der Gemeinde sammeln, um überhaupt zur Wahl zugelassen zu werden. „Die Resonanz ist gut“, sagt Rainer Busemann.

Niederense - Noch hat er aber nicht alle Unterschriften beisammen, die er Mitte Juli im Rathaus abgeben möchte. Einige wenige fehlen dem 57-Jährigen noch. 

Und das Sammeln der Unterschriften ist in Corona-Zeiten mühseliger als üblich: keine Großveranstaltungen, keine Zusammenkünfte mit mehreren Menschen. Unterschrift für Unterschrift muss sich Rainer Busemann mehr oder weniger persönlich einholen. „Die Menschen melden sich bei mir“, sagt er, „dann werfe ich den Zettel in den Briefkasten und der unterschriebene Zettel landet wieder in meinem Briefkasten.“ 

Rainer Busemann ist der Gemeinde Ense treu geblieben. Der verheiratete Vater zweier Kinder wohnt in Niederense. Busemann ist Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in einem Konzernverbund und für den Bereich Gebäudetechnik in der Immobilienbranche zuständig. Mit Krisen, so sagt er, kenne er sich beruflich aus. 

Als Krisenmanager dürfte er auch gefragt sein, wenn er nach der Kommunalwahl am 13. September tatsächlich das höchste Amt im Rathaus übernehmen sollte. Denn die Wirtschaft in der Gemeinde wird die Auswirkungen auch nach dem Ende der Krise weiter spüren – und die Förderung der Wirtschaft hat sich Busemann unter anderem auf die Fahnen geschrieben. „Eine positive Einstellung und der Blick nach vorn“, sagt Rainer Busemann, brauche es, um gestärkt aus der Situation hervorzugehen. 

Vor verfrühten Lockerungen warnt der Bundesmeister der Schützen im Bezirk Werl-Ense trotzdem, denn ein Rückschlag in der Bekämpfung des Virus könne noch größere Folgen haben – gesellschaftlich und wirtschaftlich. Die Themenfelder Soziales und Innovationen dürfen trotz Krise nicht aus dem Blickfeld geraten, sagt der Bürgermeisterkandidat, der auf die Unterstützung von CDU, SPD, FDP und von der Bürgergemeinschaft zählen kann. „Kein Verein sollte um seine Existenz bangen müssen“, verspricht Busemann weiter, aber auch für bezahlbaren Wohnraum, sichere Arbeitsplätze für die Jugend, die er als „Zukunft der Gemeinde“ bezeichnet, und Umweltthemen, will er sich starkmachen. 

Die Frage „Bauplätze oder Industriegebiet“ geht Rainer Busemann diplomatisch an. „Die Fläche in der Gemeinde wird knapper“, sagt er, in Zukunft sollen die Bürger ein größeres Maß an Mitspracherecht bekommen. Wollen sich Kandidaten vor einer Wahl positionieren, schütteln sie auf Veranstaltungen Hände und halten Reden vor Menschenmassen. Darauf muss Rainer Busemann vorerst verzichten, die Hoffnung auf die eine oder andere Veranstaltung hat er aber noch nicht aufgegeben. 

Obwohl noch kein Gegenkandidat in Sicht ist, will Rainer Busemann um die Gunst der Wähler buhlen. Rund zwei Wochen vor der Wahl will er noch einmal mit Flyern werben. Schon jetzt will er die Fragen von Enser Bürgern per Mail beantworten. Das „04“ in seiner Mail-Adresse deutet übrigens auf seine Leidenschaft für den Fußballverein Schalke 04 hin, „auch wenn das einige Borussen wohl eher abschreckt“, sagt er und lacht. Die Mail-Adresse sei aber schon weit vor den Überlegungen entstanden, als Bürgermeisterkandidat anzutreten.

Quelle: Soester Anzeiger

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