„Bürgertreff“ eröffnet für SPD der Gemeinde „neue Perspektiven“

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Für das Sozialkaufhaus „möbel & mehr“, das wirtschaftlich arbeite, sieht man auch einen Bedarf. - Foto: Stute

Bremen - Die SPD befürwortet einen „Bürgertreff“ im ehemaligen Penny-Markt, da sie in der Bündelung der sozialen Angebote unter einem Dach „neue Perspektiven für die Gemeinde Ense“ erkennt.

Und gerade deshalb sieht der Ortsverein nach den skeptischen Aussagen der vergangenen Tage die Notwendigkeit, sich nochmals mit allen Beteiligten an einen Tisch zu setzen, um über die Idee zu reden. Ein Vorgehen, das im Kreise des „Bürgertreff“-Organisationsteams begrüßt wird, ist man dort doch nach wie vor „bereit, eine vernünftige Lösung zu finden, einen ‘Bürgertreff’ zu verwirklichen.“

Das haben Marianne und Hans-Werner Neumann, bei denen im wesentlichen die Fäden der Planungen für einen „Bürgertreff“ im ehemaligen Penny-Markt zusammenlaufen, und SPD-Parteichef Wilfried Pater in einem ausführlichen Gespräch mit dem Anzeiger erklärt. Dabei ist ihnen auch zweierlei klar: Eine unendliche Geschichte dürfe die Debatte um einen „Bürgertreff“ im ehemaligen Penny-Markt in Bremen nicht werden. Spätestens zur nächsten Sozialausschusssitzung im November müsse eine Entscheidung für oder gegen das Vorhaben fallen. Und: Bleibe der „Enser Warenkorb“ bei seiner im Anzeiger getätigten Aussage, „nur ungerne“ vom Ladenlokal neben der Kirche fortziehen zu wollen, dann sei das Projekt gestorben. Denn ohne den „Enser Warenkorb“ sei ein „Bürgertreff“ nicht umsetzbar. Umso wichtiger eben seien weitere Gespräche, um Unklarheiten möglicherweise auszuräumen und weiter überparteilich an einer Verwirklichung des Vorhabens zu arbeiten.

Wobei man gestern ebenfalls unterstrich: Scheitern alle Bemühungen für einen „Bürgertreff“, dann erwarte man, dass an einer „tragfähigen und adäquaten Lösung“ für das Sozialkaufhaus „möbel & mehr“ gearbeitet werde. Für dieses Angebot jedenfalls sieht man nach wie vor einen Bedarf, da es „wirtschaftlich arbeitet“, auch wenn der aktuelle Standort in der Poststraße aufgrund der Lage sowie der Parkplatz-Situation nicht optimal sei. Die Offerte, die ehemalige Stern-Apotheke als neues Domizil zu nutzen, betrachtet man allerdings eher skeptisch, hält man das Ladenlokal schlichtweg für zu klein. Für einen Umzug von Niederense nach Bremen wiederum sei man offen.

Dass von einer Bündelung aller sozialen Angebote unter einem Dach alle etwas haben, steht auch für den Sprecher von „möbel & mehr“, Georg Brucker, außer Frage. Die räumliche Nähe nämlich biete die Chance für alle Institutionen kreative Ideen für ein Miteinander zu entwickeln, das allen ein langfristiges Überleben ermögliche. Wobei man sich vorstellen kann, dass neben dem Sozialkaufhaus, dem „Enser Warenkorb“ und der Caritas-Kleiderkammer auch die Flüchtlingsinitiative sowie verschiedene Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen auf den dann insgesamt vorhandenen gut 800 Quadratmetern im ehemaligen Penny-Markt Platz finden könnten. Und das zu einem Mietpreis, den die Gemeinde zurzeit für lediglich rund 500 Quadratmeter ausgebe.

Ein „Bürgertreff“ jedenfalls bedeutet für die am Projekt Beteiligten einen „Mehrwert“ für die Gemeinde Ense, weshalb man eben an einer Umsetzung weiter arbeiten möchte, wie das Trio gestern unterstrich.

Indes: Bekanntlich gibt es seit vergangener Woche auch skeptische Stimmen. So möchte der „Enser Warenkorb“ eben „nur ungerne“ sein angestammtes Ladenlokal verlassen, stellte die BG das Projekt in der Vorwoche im Hauptausschuss zumindest in Frage, während es vom unabhängigen Ratsherrn Franz Freitag im Anzeiger-Gespräch gar „strikt“ abgelehnt wird.

Quelle: Soester Anzeiger

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