CDU-Landtagskandidaten gegen Zusammenarbeit mit AfD

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Enses CDU-Vorsitzende Silvia Klein begrüßte in der „Alten Post“ Reinhard Markus, Heinrich Frieling und Petra Vorwerk-Rosendahl (von rechts).

Bremen - In einem Punkt waren sich die drei heimischen CDU-Bewerber für den Landtag einig: Mit der AfD wollen sie im Landtag nicht koalieren. Petra Vorwerk-Rosendahl, Heinrich Frieling und Reinhard Markus stellten sich am Dienstagabend in der Alten Post den Enser CDU-Mitgliedern vor.

Die Gastgeberin, Enses CDU-Vorsitzenden Silvia Klein, gab jedem Kandidaten zehn Minuten Zeit, sich und seine Vorstellungen zu präsentieren. Petra Vorwerk-Rosendahl rechnete dabei zunächst einmal mit der jetzigen rot-grünen Landesregierung ab, die das Land immer mehr in den Abgrund treibe und das in allen Bereichen: in der Verkehrspolitik, der Wirtschaftspolitik, der Finanzpolitik, bei der Kriminalitätsbekämpfung und nicht zuletzt in der Schul- und Umweltpolitik. Bewusst würden auch die ländlichen Räume vernachlässigt. Für sie gelte es, die Menschen wieder in den Blick zu nehmen und sie in den Mittelpunkt des politischen Handelns zu stellen. Ein Hauptthema ihrer Arbeit werde auch die demografische Entwicklung sein, die den ländlichen Raum besonders stark treffe, mit unabsehbaren Folgen für die heimische Wirtschaft. 

Heinrich Frieling sagte, es sei wichtig, die Interessen des heimischen Raums in Düsseldorf unmittelbar wahrzunehmen, wie es Eckhard Uhlenberg immer getan habe. Dabei sei es wichtig zu wissen, wo das Herz der Bürger schlage und was alle bewege. Frieling sagte, er wolle Politik für die heimische Region, für den Kreis Soest machen. Darüber hinaus treibe ihn aus seiner fachlichen und beruflichen Sicht als Dozent für Kommunalrecht an, die Haltung in Düsseldorf zu den Kommunen im Lande zu verändern, weil die jetzige Landesregierung den Gemeinden das Leben immer schwerer mache. Andere Länder machten vorausschauende Politik, in NRW laufe man den Notwendigkeiten hinterher und richtig Geld gebe es immer nur für das Ruhrgebiet. 

Reinhard Markus wiederum betonte bei seiner Vorstellung, dass man vorsichtig mit dem Schimpfen auf die jetzige Landesregierung umgehen solle. Die Bürger wollten vielmehr ihre Probleme gelöst bekommen. Man könne ihnen mit schönen Worten und tollen Sätzen erzählen was man wolle, wenn man Wahlen gewinnen will, müsse man die Menschen mit ihren Sorgen erreichen. Dazu gehöre auch eine nur kleine Rente nach 40 Jahren Arbeit. Altersarmut hänge mit kleinen Renten kolossal zusammen. Als großer Anhänger von Papst Franziskus sei er froh und es sei wichtig, dass es einen Menschen gebe der auch die CDU immer wieder daran erinnere, was menschliche Werte seien. Die CDU entscheidet am 2. Juni bei einer Wahlkreis-Mitgliederversammlung in der Ostönner Hellweghalle, wer im Wahlkreis 119 antritt und versucht, bei den NRW-Landtagswahlen im kommenden Jahr die Nachfolge von Eckhard Uhlenberg anzutreten.

Quelle: Soester Anzeiger

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