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Enser CDU besetzt zwei Ratsposten neu

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Von: Philip Maack

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Die Enser CDU schickt zwei neue Ratsherren ins Rathaus.
Die Enser CDU schickt zwei neue Ratsherren ins Rathaus. © Hinne-Schneider, Tobias

Gleich zwei Ratsherren hat die CDU Ense zum 1. August verloren. Diese Posten hat sie jetzt aber wieder besetzt. Ein wichtiges Amt bleibt aber vakant.

Ense – Die Nachfolger-Suche der CDU hat ein Ende – zumindest zum Teil. Ulrich Häken aus Bremen ersetzt Klaus-Jürgen Osterhaus im Enser Gemeinderat.

Seit Montag ist Osterhaus offiziell kein Ratsherr mehr für die Christdemokraten. Damit wurde sein Ratsmandat frei, welches nun Häken übernimmt. Der 63-Jährige ist dabei kein Unbekannter in der Enser Politik. Häken war bereits von 1994 bis 2009 Teil der Ratsmannschaft der CDU. Sogar als Vorsitzender des heimischen Ortsverbandes hat er zwischenzeitlich fungiert. Dazu sitzt er seit 1999 für die CDU im Soester Kreistag, führt dort die Fraktion seiner Partei.

Nölle und Häken rücken neu in die Fraktion

Nach seinem Rückzug aus der Enser Politik im Jahr 2009 habe Häken nun wieder mehr Zeit, um den Aufgaben eines Ratsmitgliedes gerecht zu werden, teilt Heinrich Frieling, Fraktionsvorsitzender der CDU im heimischen Rat, mit. Der 63-Jährige befinde sich beruflich schließlich mittlerweile in der Übergangsphase zum Renteneintritt.

Doch Häken ist nicht der einzige, der neu für die CDU in den Gemeinderat rückt. Auch Antonius Nölle aus Waltringen wird Teil der Fraktion. Er rückt für den bisherigen Ratsherrn Lukas Tölle nach.

Tölle war bei der letzten Kommunalwahl 2020 im Wahlkreis Höingen I angetreten, hatte dort mit 49,14 Prozent das Direktmandat gewonnen. Nun verlässt er Ense aus beruflichen Gründen, weshalb er sein Mandat nicht weiter ausführen kann. Seinen Posten hat Tölle daher – genau wie Osterhaus – zum 1. August zur Verfügung gestellt.

Sein Nachfolger Antonius Nölle hat zwar nicht einen solchen politischen Hintergrund wie Ulrich Häken, ist aber keineswegs ein Anfänger. Immerhin repräsentiert er die CDU als sachkundiger Bürger im Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Umwelt, verfügt also über eine gewisse Erfahrung in Sachen Ratsarbeit.

Die Huckepack-Kandidaten verzichten auf ihr Zugriffsrecht

Mit Häken und Nölle haben die Christdemokraten zwei wichtige Personalien für ihre Fraktion im Gemeinderat geklärt. Auch wenn sie nicht die ersten Namen waren, die bei der Nachfolger-Suche fielen. Durch die CDU-Regelung des sogenannten Huckepack-Kandidaten sind da nämlich zuerst zwei ganz andere Personen in den Fokus gerückt.

Ein Huckepack-Kandidat ist quasi ein Stellvertreter für den Direktkandidaten und wird gemeinsam mit ihm vor der Wahl benannt. Sollte der Direktkandidat dann Ratsmitglied werden, sein Mandat aber während der Wahlperiode abgeben müssen, hat der Huckepack-Kandidat das Recht auf den Erstzugriff für den freigewordenen Posten.

Der Huckepack-Kandidat von Klaus-Jürgen Osterhaus war 2020 Christian Häken. Die heimische CDU-Führung um den Vorsitzenden Simon Hennecke und Fraktionschef Frieling hat mit ihm längere Gespräche geführt, an deren Ende er sich aber gegen den Antritt des Ratsmandates entschieden hat. Das gleich gilt für Egbert Gretenkort. Er hatte sich als Stellvertreter von Lukas Tölle aufstellen lassen.

Da die Huckepack-Regelung also keinen Nachfolger hervorbrachte, musste die CDU ihre Reserveliste der letzten Wahl zurate ziehen. Auf der standen Antonius Nölle und Ulrich Häken aber auch nicht ganz oben. Stattdessen wären hier erst Silvia Klein und Antonia Sabel am Zug gewesen.

Fraktion will über den stellvertretenden Bürgermeister beraten

Klein, die ehemalige Vorsitzende der Enser CDU, lehnte aber ab. Und Sabel tat es ihr gleich. Sie war bei der letzten Wahl als Direktkandidatin der Christdemokraten im Wahlkreis Höingen II angetreten, hat dabei aber weniger Stimmen als Bruno Löher von der SPD erhalten. Erst jetzt war der Weg für Nölle und Häken frei.

Alle vier Ablehner bleiben der Partei jedoch als sachkundige Bürger in den Ausschüssen erhalten.

Ein wichtiger Posten innerhalb der CDU bleibt trotz der beiden neuen Gesichter weiterhin unbesetzt. Klaus-Jürgen Osterhaus war schließlich nicht nur Ratsherr, sondern auch stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde. Ein Amt, auf das die CDU als stärkste Ratsfraktion ein Recht hat. Allerdings braucht die Partei dafür auch einen passsenden Kandidaten. Noch hat sie den allerdings nicht gefunden. Doch Fraktionschef Frieling kündigt für den 12. August eine interne Beratung zu dieser Frage an.

Dann will die CDU auch für diese offene Stelle einen geeigneten Nachfolger präsentieren.

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