Chorgemeinschaft Voßwinkel-Höingen bei "Der beste Chor im Westen"

Kontrast pur: Jetzt setzt Chorleiter Stefan Risse fürs TV auf eine lateinische Motette

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Nach "Männer mag man eben" setzen die Sänger aus Voßwinkel und Höingen im Halbfinale auf die lateinische Motette "Pater noster".

Ense - Die Nachricht verbreitete sich schon Samstagabend in Windeseile per WhatsApp, SMS und Facebook - kein Wunder bei 40 Aktiven und mehr als 130 Fans vor Ort. Und ab 6 Uhr in der Frühe am Sonntagmorgen stand dann beim Vorsitzenden Thomas Wittmann das Handy nicht mehr still: Die Chorgemeinschaft Voßwinkel-Höingen heimste reihenweise Glückwünsche zum Halbfinal-Einzug beim Fernsehformat "Der beste Chor im Westen" ein.

Schon am Montagabend steht für die nächste Runde die erste Sonderprobe auf dem Programm, am Mittwochabend geht es gleich weiter. Und Freitag steigt dann ein internes "Public Viewing" für die Sänger und deren Familien im Höinger Sportlerheim, wenn der WDR ab 20.15 Uhr die Aufzeichnung von Samstag ausstrahlt.

Schon länger stand fest: Sollte die musikalische Reise über den Vorentscheid in der Alfred-Fischer-Halle in Hamm-Heessen hinausgehen, dann zeigt der Meisterchor in der Live-Show aus Köln am Freitag, 7. Dezember ein völlig anderes Gesicht und singt die lateinische Motette "Pater noster" des zeitgenössischen Komponisten Piotr Janczak aus dem Jahr 1999.

"Der beste Chor im Westen": Die Bilder zum Vorentscheid in Hamm

"Wir hatten der Redaktion verschiedene Titel vorgeschlagen, die Wahl fiel dann auf dieses Stück. Und das singen wir wirklich gerne. Das können wir richtig gut, das passt prima zu unserem Chorklang, wenngleich das Stück natürlich deutlich schwieriger ist als das 'Männer mag man eben' von Samstag. Da sind schon Tonfolgen drin - da möchte ich nicht im 1. Bass singen", schmunzelte Thomas Wittmann, der selbst im 1. Tenor zuhause ist.

Vier Chöre kürt das Publikum, den fünften die Jury

Von den zehn Chören, die im Halbfinale auftreten, schaffen es fünf ins Finale eine Woche später (14. Dezember). Vier Finalisten bestimmt das Publikum per Telefon, den fünften kürt indes die Jury, die eine "Wildcard" vergeben kann.

"Der beste Chor im Westen": Sänger aus Ense und Voßwinkel trumpfen groß auf

Selbst für diesen Fall sind die Sänger aus Höingen und Voßwinkel musikalisch gewappnet, wie Thomas Wittmann und Chorleite Stefan Risse verraten: Das spanische Volkslied "Al lado de mi cabana" und die Weihnachtshymne "Heilige Nacht" würde die Chorgemeinschaft dort präsentieren. Das aber ist ja noch Zukunftsmusik.

"Sänger sind alle so heiß, stolz und einfach happy"

Aktuell genießt der Männerchor einfach nur den Erfolg und freut sich, es als "Exot" (einziger Männerchor im Wettbewerb, höchstes Durchschnittsalter) in die "Top Ten" geschafft zu haben. 

Mehr als 130 Fans feuerten die Chorgemeinschaft in Hamm an, in Köln werden es sehr viel weniger sein.

"Stimmt! Wenn du siehst, wie die Männer aufspringen und wie sogar die Freudentränen fließen, dann hatte das schon was. Wir mussten ja bis zum Schluss warten, das war schon eine Nervensache. Die Sänger sind jetzt alle so heiß, stolz und einfach happy", betont Stefan Risse.

Nur 20 Fan-Karten fürs ausverkaufte Halbfinale in Köln

Nach der TV-Aufzeichnung am Samstagabend in Hamm standen für die Jury und alle Chöre noch Interviews im Backstage-Bereich auf dem Programm, wobei die Höinger und Voßwinkeler erst als Letzte an die Reihe kamen. Nach der kurzen Busfahrt gen Heimat zog es den größten Teil des Chores noch spontan in die Höinger Schützenhalle, wo die Männer bei einer Feier willkommene Gäste zu später Stunde waren.

Beim bereits ausverkauften Halbfinale in Köln können leider nur 20 Fans die Chorgemeinschaft begleiten, weil das WDR-Studio nur 450 Plätze bietet. In Hamm waren es fast 2000 Zuschauer gewesen.

Quelle: Soester Anzeiger

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