Kunst in Corona-Zeiten

Collagen am Naturpfad in Ense sollen Mut machen 

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Farbenfroh: Aus 170 Bildern hat Daniel Keil Collagen für sechs Schaukästen gefertigt.

Bremen – Sieben Collagen lassen „Gemeinschaft in Zeiten der Isolation“ seit dem Wochenende in den Schaukästen des Naturpfads an der Waterlappe in Bremen optisch sichtbar werden.

Und dies war auch der Ansatz von Initiator Daniel Keil. Den Kompositionen aus 170 Bildern hat er die Silhouetten der Gemeinde Ense, des Kreises Soest, Nordrhein-Westfalens, Deutschlands, Europas und der Welt zugrunde gelegt. Er „bedankt sich ganz herzlich bei allen, die Fotos oder selbst gemalte Bilder eingesendet und so nett zurück geschrieben haben“.

Doch damit nicht genug: Zusätzlich sind einige selbst bemalte Steine in den Schaukästen zu sehen, die ebenfalls noch weiterhin gesammelt werden. Die „beeindruckende Vielfalt“ hebt der Lehrer der Conrad-von-Ense-Schule hervor, der vor knapp zwei Jahren mit seinem Ergänzungskurs „Sozial genial“ Initiator für die Errichtung der Schaukästen war – und die jetzt Kunst der besonderen Art zu Corona-Zeiten beherbergen. 

Ausstellung Naturpfad an der Waterlappe in Bremen

Vom Familienbild, selbst gemalten Kinderbildern oder Abbildungen von lieb gewonnen Gewohnheiten, die derzeit fehlen, reicht das Spektrum der Einsendungen. Hoffnung, Mut, Zusammenhalt, Aufmunterung, Kraft und Gesundheit werden in unterschiedlichster Weise von den Einsendern interpretiert.

Sein Finale findet die Ausstellung im siebten Schaukasten unter dem Stichwort Solidarität, in dem alle Teilnehmer namentlich vereint sind. Der fehlende Kontakt zur Omi, das vermisste Hobby und immer wieder erdende, ausdrucksstarke Landschaftsbilder neben aussagekräftigen, positiven Botschaften summieren sich zu einer Einheit. Neben vielen Privatpersonen aus Ense haben sich auch Gruppierungen wie die Fußballjugend, die Künstlergruppe, Feuerwehren, KlJB und viele mehr an der Aktion beteiligt. Dass sich dabei auch Menschen außerhalb von Ense, zum Beispiel aus Frankfurt oder die Feuerwehr aus Balve, angesprochen fühlten, zeigt die weit verbreitete Resonanz auf den Aufruf von Daniel Keil.

Bei der Menge der Bilder hat der Initiator noch nicht alle mit unterbekommen, sondiert von daher eine anderen Form der Präsentation. Wenn jemand noch Steine bemalen möchte, werden diese den Schaukästen hinzugefügt.

Die Ausstellung bereitet Daniel Keil zudem in einem Film auf, den er in den sozialen Netzwerken bereit stellen wird. „Damit auch diejenigen, die nicht die Möglichkeit haben, herzukommen, es sehen können“, erklärt er und nennt als Beispiel Seniorenheime.

Quelle: Soester Anzeiger

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