„Das ist eine große gemeinsame Aufgabe“

Während Bürgermeister Hubert Wegener am Donnerstagnachmittag das neue Möbellager in der Poststraße in NIederense eröffnete, stellten Pastor Carsten Scheunemann und Pastorin Christine Dinter das Gebäude und die in ihm Tätigen unter den besonderen Schutz Gottes.
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Während Bürgermeister Hubert Wegener am Donnerstagnachmittag das neue Möbellager in der Poststraße in NIederense eröffnete, stellten Pastor Carsten Scheunemann und Pastorin Christine Dinter das Gebäude und die in ihm Tätigen unter den besonderen Schutz Gottes.

NIEDERENSE -  Bürgermeister Hubert Wegener war am Donnerstagnachmittag nach eigener Aussage aus gleich zwei Gründen erstaunt.

Zum einen verblüffte ihn die Menge an gut erhaltenen Möbeln und Hausrat, die in der doch relativen kurzen Zeitspanne zwischen Vorstellung der Idee eines Möbellagers Ende Januar und dessen offizieller Eröffnung gestern Nachmittag zusammengekommen waren. „So mancher Keller wird nun sicher leer sein“, so der Verwaltungschef.

Zum anderen lobte er in seiner Begrüßungsrede das einmal mehr große ehrenamtliche Engagement, ohne das dieses jüngste Angebot der Gemeinde Ense in Kooperation mit der Kreis-Caritas überhaupt nicht auf die Beine hätte gestellt werden können. Und so sprach er am Ende die Hoffnung aus, dass die Fluktuation möglichst hoch sei, um so möglichst vielen Bedürftigen helfen zu können.

Wobei der Verwaltungschef vor zahlreichen Gästen nochmals unterstrich, dass „möbel & mehr“ sich zukünftig immer donnerstags in der Zeit von 15 bis 18 Uhr nicht nur an Wohngeld- oder Hartz-IV-Empfänger, an Personen, die die so genannte „Grundsicherung im Alter“ beziehen, und an ausländische Flüchtlinge richtet, sondern an alle Enser, die in Not geraten sind bzw. die dort günstig einkaufen möchten. „Dies ist eine große gemeinsame Aufgabe“, so Hubert Wegener, der allerdings noch eines ausdrücklich betonte: Die Auswahl des Standorts für das Möbellager sei nicht zufällig auf Niederense gefallen. Vielmehr habe es sich um eine durchaus bewusste Entscheidung gehandelt, nachdem man mit dem „Enser Warenkorb“ und der Kleiderkammer zwei andere Hilfsangebote in Bremen angesiedelt habe. Und: Auch die Gemeinde habe ihren Nutzen von dem Angebot. So zahle man zwar die Miete für das Gebäude, profitiere aber andererseits von der so möglich gewordenen günstigen Einrichtung vor allem der Unterkünfte für ausländische Flüchtlinge, von denen man im vergangenen halben Jahr zahlreiche neu habe anmieten müssen. Allein im vergangenen Jahr habe man hierfür 13 000 Euro ausgegeben.

Bei der Festlegung der Öffnungszeiten des neuen Möbellagers hat man ausdrücklich Rücksicht auf die übrigen Hilfsangebote wie etwa des „Enser Warenkorbs“ genommen, um so Terminüberschneidungen zu vermeiden.

„Möbel und mehr“ ist eine Kooperation der Gemeinde Ense und der Kreis-Caritas, die zunächst für die Dauer von zwei Jahren befristet ist. Danach werde man im Lichte der gewonnenen Erfahrungen über eine Fortsetzung entscheiden, wie Bürgermeister Hubert Wegener bei der Präsentation der Idee Ende Januar angekündigt hatte. - det

Quelle: Soester Anzeiger

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