Arbeiten ab Mitte November

Heico zieht in den Industriepark - Stammsitz wird aufgegeben

Jan Heimann, Geschäftsführer der Heico-Firmengruppe steht vor dem Werk im Höinger Industriepark.
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Jan Heimann, Geschäftsführer der Heico-Firmengruppe steht vor dem Werk im Höinger Industriepark (links). Künftig arbeiten Heico-Mitarbeiter auch im Gebäude rechts, das derzeit noch an die Grossmann Leuchten GmbH vermietet ist. Dazwischen entsteht der Neubau.

Die Theo Heimann Firmengruppe (Heico) zieht in den Industriepark in Höingen. Der Stammsitz des Unternehmens in der Ensestraße in Niederense wird aufgegeben. Mitte November sollen die Arbeiten an einem 4500 Quadratmeter großem Neubau im Industriepark beginnen.

Niederense/Höingen - „Zu Beginn des Jahres 2022 wollen wir den Umzug abschließen“, erklärt Jan Heimann, Geschäftsführer der Firmengruppe. Heimann hatte Anfang des Monats bereits die Mitarbeiter informiert.

Im November sollen die Arbeiten im Oesterweg beginnen. Dann will das Unternehmen unter anderem die Räumlichkeiten der German Sport Guns GmbH (GSG) und der Grossmann Leuchten GmbH beziehen. Beide Immobilien hatte Heico in den vergangenen Jahren gekauft und an die Unternehmen vermietet. Zudem wird das Werk in Höingen erweitert. Vorgesehen ist unter anderem eine Produktions- und Lagerhalle im nördlichen Bereich des Grundstückes zwischen den Bestandsimmobilien Oesterweg 27 und Oesterweg 29. Teil der Produktions- und Lagerhalle, die eine bauliche Verbindung zwischen den bestehenden Betrieben schaffen soll, wird ein 25 Meter hohes Hochregallager.

Im Februar hatte der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde dem Bauvorhaben zugestimmt. „Eine solche Industrieanlage gehört in ein Industriegebiet“, teilten die Politiker mit.

Zu Beginn der Corona-Pandemie ist Jan Heimann bei Umbau- und Umzugsplänen aber auf die Bremse getreten. „Wir mussten erst mal gucken, was Sache ist“, sagt der Geschäftsführer. Alle Tochtergesellschaften haben Umsatzeinbrüche verzeichnet, erklärt Heimann. Allerdings sei die Auftragslage mittlerweile so gut, dass die Pläne weiter verfolgt werden können.

Mittelständisches Unternehmen seit 1900 in Niederense

„Im August haben wir uns die Frage gestellt, ob es Sinn macht zu warten bis sich die Wirtschaft von der Pandemie wieder erholt hat oder ob wir ins Risiko gehen“, sagt Jan Heimann. Das Risiko sei jedoch überschaubar gewesen, da die Kosten für den Neubau gesenkt werden konnten. Jetzt verändere man „ziemlich viel“. Auch in die maschinelle Ausstattung soll kräftig investiert werden, kündigt Jan Heimann an.

Die Firmengruppe ist ein mittelständisches Familienunternehmen. In den Werken in Ense werden Stanz-, Form- und Kaltfließpressteile, insbesondere für die Möbel- und Automobilindustrie und deren Zulieferer produziert. Mehr als 400 Mitarbeiter arbeiten weltweit an über dreizehn betriebseigenen Standorten.

Seit 1900 ist die Heico-Gruppe am Markt vertreten. Sein Urgroßvater habe das Unternehmen in Niederense gegründet, erklärt Jan Heimann. Was später einmal aus dem Stammsitz in Niederense wird, sei noch offen. „Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen“, sagt der Geschäftsführer.

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