Drehleiter: Notwendigkeits-Überprüfung in Ense läuft

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Bei dem Brand in Soest in der vergangenen Wochen wäre die Feuerwehr ohne Drehleiter aufgeschmissen gewesen.

Bremen - „Das ist eine politische Entscheidung“. Mit diesen Worten hat gestern Gemeindewehrführer Ralf Schwane auf die Einschätzung von CDU-Fraktionschef Heinrich Frieling reagiert, die Anschaffung einer bislang fehlenden Drehleiter im Fuhrpark der Enser Feuerwehr möglicherweise nicht im neuen Brandschutzbedarfsplan zu verankern.

Seitens der „Blauröcke“ jedenfalls werde man nicht auf dieser vorgesehenen Investition bestehen, insofern eine rechtliche Prüfung abschließend zu dem Ergebnis komme, dass die Gemeinde nicht in der Pflicht sei, hier tätig zu werden. 

Zudem könne man auch nachvollziehen, dass angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde Ense für eine rund 700 000 Euro teuere Investition zuzüglich der Folgekosten von bis zu 20 000 Euro im Jahr „kein Spielraum“ für eine solche Anschaffung bestehe, wie es Heinrich Frieling am Wochenende im Anzeiger formuliert hatte. Indes: Soll es am Ende doch eine Mehrheit für eine Drehleiter geben, „würden wir das natürlich nicht ablehnen“, so Ralf Schwane abschließend.

Bürgermeister Hubert Wegener bestätigte derweil die Aussagen von CDU-Fraktionschef Heinrich Frieling, wonach derzeit die Notwendigkeit der Anschaffung eines Hubrettungswagens geprüft werde. Und auch der Verwaltungschef hatte in seinen Gesprächen mit der Wehrführung „keinerlei Druck“ verspürt, die Drehleiter anschaffen zu müssen.

Der Entwurf des neuen Brandschutzbedarfsplans soll im April in den politischen Gremien zur Abstimmung vorgestellt werden.

Quelle: Soester Anzeiger

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